Bereichsbild
Veranstaltungen

So, 03.07.2016

10:00 Uhr

Universitätsgottesdienst

Predigt: Prof. Dr. Matthias Konradt Liturgie: Carolin Ziethe

Mi, 06.07.2016

07:00 Uhr

Abendmahlsgottesdienst, anschl. Frühstück in der Kirche

Do, 07.07.2016

17:15 Uhr

Öffentlicher Seminargottesdienst mit Kirchenmusik- und Theologiestudierenden

Orgel: Stefan Göttelmann Liturgie und Predigt: Nele Plath

Fr, 08.07.2016

19:00 Uhr

Informationsabend: M.A. „Management, Ethik und Innovation im Nonprofit-Bereich”

So, 10.07.2016

10:00 Uhr

Festgottesdienst zur Summer School Musik und Religion

Predigt und Liturgie: Universitätsprediger Prof. Dr. Helmut Schwier

Alle Termine & Veranstaltungen

Aktuelles
Berufung in Kammer für weltweite Ökumene der EKD
Prof. Dr. Friederike Nüssel wurde vom EKD-Ratsvorsitzenden Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm für eine weitere Amtsperiode bis 2021 in die Kammer für weltweite Ökumene der EKD berufen.
Berufung auf Lehrstuhl in Osnabrück
Gregor Etzelmüller auf Lehrstuhl der Systematischen Theologie in Osnabrück berufen
Berufung in Kammer für Öffentliche Verantwortung der EKD
PD Dr. Rebekka A. Klein wurde vom EKD-Ratsvorsitzenden Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm für die Amtsperiode 2016 bis 2021 in die Kammer für Öffentliche Verantwortung der EKD berufen.
Berufung in die Kammer für Theologie der EKD
PD Dr. Heike Springhart ist als neues Mitglied der Kammer für Theologie der EKD berufen worden.
Berufung in die Kammer für soziale Ordnung der EKD
Prof. Dr. Johannes Eurich wurde vom EKD-Ratsvorsitzenden Prof. Dr. Heinrich Bedford-Strohm für eine weitere Amtsperiode bis 2021 in die Kammer für soziale Ordnung der EKD berufen.

Abteilung für Predigtforschung

Einleitung
Forschung
Rudolph-Bohren-Archiv
Geschichte
Stand der Forschung
Kontakt

                                      "Die Kirche des Wortes kann es sich nicht leisten, die Worte, die sie allsonntäglich macht, wissenschaftlich ungeprüft zu lassen."

 
                                                                      Rudolf Bohren

1. Einleitung

Die Predigtforschungsstelle versteht sich als der Ort innerhalb der Praktischen Theologie, an dem die gepredigte und gehörte Predigt wissenschaftlich untersucht wird. Ihr Schwerpunkt liegt auf der historischen und theologischen Predigtanalyse.

Auf diesen Seiten erhalten Sie einen ersten Überblick und Anregungen zur eigenen Recherche. Stöbern Sie, lesen Sie und lassen Sie sich zur eigenen Forschung anregen. Herzliche Einladung!

Hier finden sie folgende Informationen:

 

 

 

2. Forschung

Die Abteilung für Predigtforschung beschäftigt sich im wesentlichen mit gehaltener Predigt. Zu ihrer Aufgabenstellung und zum derzeitigen Stand der Forschung finden Sie hier Informationen. Zur Entstehung und Geschichte der Predigtforschungsstelle gibt es hier eine kurze Darstellung.

Eine Auswahl aktueller Projekte ist online zugänglich:

 

  • Ein Forum für alle, die eine Predigt vorbereiten (leider derzeit nicht aktiv)
  • Eine Archiv mit Predigten und bislang unveröffentlichten Manuskripten von Rudolf Bohren - der komplette unveröffentlichte Nachlass (im Aufbau)

 

 

3. Rudolph-Bohren-Archiv

Hier entsteht ein Archiv mit Predigten und Vorlesungen von Prof. Dr. Rudolf Bohren, dem Gründer der Predigtforschungsstelle. Bislang ist hier eine Auswahl von Predigten (nämlich die maschinenschriftlich vorliegenden Texte) als gescannte Bilder verfügbar.

Sortiert sind die Texte nach den Signaturen der Abteilung für Predigtforschung. Wenn Sie eine bestimmte Predigt suchen, können Sie im Katalog recherchieren.Hier gelangen Sie zum Archiv.

Sie können uns eine Suchanfrage entweder per Email oder per Post zukommen lassen. Bitte beachten Sie, dass wir Ihnen die Recherchen in Rechnung stellen.

 

 

4. Geschichte

Die Predigtforschungsstelle am Praktisch-Theologischen Seminar in Heidelberg wurde auf Initiative Rudolf Bohrens, der 1974 auf den Heidelberger Lehrstuhl für Homiletik berufen wurde, eingerichtet. Bohren stellte fest: "Die Situation ist grotesk: die evangelische Kirche rühmt sich, Kirche des Wortes zu sein. Allein die Worte, die sie allsonntäglich macht, bleiben wissenschaftlich ungeprüft. Die Folge: Predigten, die nichts zu sagen haben, und die man nicht zu hören braucht." Bohrens Ziel war es, möglichst vollständig zu sammeln, was gepredigt wurde, zum einen um PredigerInnen anzuleiten, gute Predigten zu schreiben und zu halten, zum anderen um eben die Güte von Predigten beurteilen zu können. So entstand mit der Predigtforschungsstelle eine weltweit einzigartige Einrichtung. Ihre ursprüngliche Aufgabenstellung sah drei Punkte vor:

  1. Erstellung eines Registers aller deutschsprachigen Predigten
  2. Sammlung von Nachlässen bedeutender PredigerInnen deutscher Sprache
  3. Sammlung christlicher Kalenderblätter und Kleinschriften

Während sich die Punkte 1 und 3 auf Grund der Materialflut als nicht durchführbar erwiesen, wurde der zweite Punkt intensiv bearbeitet, so dass der faktische Tätigkeitsschwerpunkt die Sammlung und bibliothekarische Erschließung von Predigtnachlässen wurde.
Nach der Emeritierung von Rudolf Bohren wurde 1994 Prof. Dr. Christian Möller, Inhaber des Lehrstuhls für Homiletik und Pastorallehre, der neue Leiter der Predigtforschungsstelle.

Unter seiner Leitung wurde ihr Auftrag neu definiert:
1. Sammlung von Nachlässen bedeutender Predigerinnen und Prediger deutscher Sprache
2. Erschließung der Bestände nach bibliothekarischen Erfordernissen
3. Anregung und Betreuung wissenschaftlicher Arbeiten zur gepredigten Predigt

Außerdem sollten die Einrichtung des "Forums Predigt" und der "Werkstatt Predigt" in Verbindung mit dieser Homepage PredigerInnen von heute dazu anregen, sich in ein kritisches Gespräch miteinander und mit Beispielen aus der Heidelberger Predigtsammlung zu begeben. Die mit der Emeritierung Christan Möllers einhergehende personelle Unterbesetzung ließ diesen konstruktiven Ansatz der Predigtbegleitung (vorübergehend) einschlafen.

Sein Nachfolger als Leiter der Predigtforschungsstelle, Prof. Dr. Helmut Schwier, erreichte im Oktober 2005 die institutionelle Verankerung der PFSt als "Abteilung für Predigtforschung" innerhalb des Praktisch-Theologischen Seminars und intensivierte den Kontakt zur Evangelischen Landeskirche in Baden. Inhaltlich wurde das Konzept erweitert um die empirische Erforschung der Predigtrezeption.

 

5. Stand der Forschung

Die Abteilung für Predigtforschung ist fortwährend darum bemüht, Predigtnachlässe zu sammeln und für die wissenschaftliche Erforschung zu erschließen und zugänglich zu halten. Sie regt dazu an, die gehaltene Predigt als Ausgangspunkt und Gegenstand vielfältiger Untersuchungen und Publikationen zu wahrzunehmen.

Sammlung von Nachlässen

Die Sammlung umfasst heute mehr als 26 komplette Predigtnachlässe, so zum Beispiel diejenigen von Rudolf Bohren selbst und von Eduard Thurneysen. Des weiteren finden sich Nachlässe deutscher und schweizerischer Pfarrer, die Thurneysen und Bohren nahe standen (Walter Lüthi, Peter Walter, Samuel Dieterle...) bzw. sich in der Bekennenden Kirche und im Kirchenkampf engagierten (Helmut Gollwitzer, Hermann Diem, Martin Niemöller, Walter Fürst...). Hinzu kommen Nachlässe, die wegen ihrer besonderen Qualität oder ihrer besonderen Situation - so zum Beispiel die Gefängnispredigten von Wilhelm Kleber - erworben wurden. Dieser Sektor umfasst im Augenblick etwa 20.000 Predigtmanuskripte.

Künftig wird die Abteilung für Predigtforschung versuchen, auch Predigten von Deutschen Christen oder ihnen nahestehenden Predigern zu bekommen.

Auch soll ein badischer Sammelschwerpunkt eingerichtet werden, dessen Anfang mit den Nachlässen von Heinrich Bornkamm, Claus Westermann, Rudolf Bohren sowie dem ehemaligen Prälaten Mittelbadens, Adolf Würthwein, gemacht ist. Hinweise auf einen lohnenden Fundus in den oben genannten Fällen sind jederzeit willkommen.

Bibliothekarische Erschließung der Bestände - EDV-Katalog

Heute sind die früheren Zettelkataloge von einem EDV-Katalog abgelöst worden. In diesem sind die Predigten nach den Merkmalen Signatur, Prediger, Bibelstelle, Predigtort, Predigtdatum, Tag im Kirchenjahr, Predigtanlass (z.B. Taufe, Trauung, Beerdigung, Konfirmation, Ordination, Kirchentag,...), Predigtgattung (Katechismus-, Lied-, Bild-, Dialogpredigt, ...) sowie inhaltlich charakterisierenden Stichworten erfasst. Neben dem Katalog der Predigtforschungsstelle (Bestand am 12.02.01: 21.000 Dokumente) sind in einem weiteren Katalog die Predigtbestände der Bibliothek des Praktisch-theologischen Seminars nach denselben Merkmalen erfasst (Bestand am 12.02.01: 24.000 Predigten). Diese beiden Kataloge sind nach Erschließungsgrad und Umfang weltweit führend.

Anregung und Betreuung wissenschaftlicher Arbeiten zur gepredigten Predigt

Mit Hilfe des EDV-Katalogs haben sich die Forschungsmöglichkeiten deutlich verbessert. Konnte man früher v.a. zu einem bestimmten Text, Datum oder Prediger arbeiten, so kann man heute Fragestellungen wie etwa "Die Eschatologie der Beerdigungspredigt von 1976-1986" oder "Die kirchlichen Reaktionen in Süddeutschland auf die sog. Machtergreifung im Spiegel der Predigten vom 5. Februar 1933" ohne größere Schwierigkeiten erforschen. Hermeneutische, kirchengeschichtliche und homiletische Fragestellungen können so umfassend verfolgt werden.

Die Predigtforschungsstelle hält ihre Bestände in ihren Räumen für WissenschaftlerInnen zugänglich; in den meisten Fällen können auch einzelne Predigten online bestellt und als Kopie per Post bzw. als Bilddateien per Email versandt werden. So bietet sie Studierenden und Forschenden ein weltweit einmaliges Instrument für Arbeiten zur gepredigten Predigt.

 

 

6. Kontakt

 

Leiter:     

Prof. Dr. Helmut Schwier
Tel.: 06221-543326
E-Mail: helmut.schwier@pts.uni-heidelberg.de

Sekretariat:
Yvonne Weber
Tel.: 06221-543327
Fax: 06221-543190
Karlstr. 16 2.OG Zi. 305
E-Mail: yvonne.weber@pts.uni-heidelberg.de

 

 

Webmaster: E-Mail
Letzte Änderung: 08.03.2016
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