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Aktuelles
Proseminar-Ankündigung
Das Proseminar (KG und ST) "German language Theology for English speakers" bei Herrn Peterson findet immer Freitags, 14-16 Uhr, im WTS ÜR II, Kisselgasse 1 statt.
Info-Veranstaltung für StudienortwechslerInnen
Die Theologische Fakultät der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg lädt ein zum Informationsnachmittag für Studienortwechslerinnen und Studienortwechsler am Donnerstag, 09. Oktober 2014, 14 s.t. (!) im Theologischen Seminar (Karlstr. 16) in Übungsraum 3.
IWH Symposium
Vom 06.-07.10.2014 findet im IWH ein Symposium zum Thema "BOOK TITLES AND OTHER PARATEXTS IN ANCIENT LITERATURE" statt.
Zum Tod von Dr. Dr. h.c. Edzard Rohland
Die Theologische Fakultät gibt mit Bedauern den Tod von Pfarrer i.R. Dr. Dr. h.c. Edzard Rohland am 31.08.2014 bekannt. Er war ein besonderer Freund und Förderer der Universität und der theologischen Wissenschaft.
Orientierungseinheit WS 2014-15
Herzliche Einladung zur Orientierungseinheit für StudienanfängerInnen im Theologischen Seminar (Karlstr. 16) in Übungsraum 3 am Mittwoch, 08. Oktober 2014 - 10 s.t.(!), Donnerstag, 09. Oktober 2014 - 9.30 Uhr und Freitag, 10. Oktober 2014 - 11 s.t.(!)

05.07.09: Predigt Dekan Prof. Dr. Jan Christian Gertz

Predigt am 4. Sonntag nach Trinitatis, den 05. Juli 2009 im Semesterschlussgottesdienst in der Peterskirche Heidelberg

Predigttext: Gen 50, 15-21

Prediger: Dekan Prof. Dr. Jan Christian Gertz

 

Die Gnade unseres Herrn Jesu Christus, die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen!

 

Liebe Gemeinde!

 

Kain erschlug Abel. Er konnte es nicht ertragen, als Gott ohne einen ersichtlichen Grund das Opfer seines Bruders ansah, seines aber verschmähte.

Abraham verstieß Ismael. Sarah, Abrahams spätgebärende Frau, erblickte in Abrahams erstgeborenen Sohn mit der Magd Hagar einen unerwünschten Konkurrenten für Isaak, ihren Sohn, den verheißenen Segensträger. Da mussten Hagar und Ismael in die Wüste.

Isaak liebte Esau. Er wollte dem einen seiner beiden Zwillingssöhne, ein Kerl von Schrot und Korn und ganz nach seinem Geschmack, seinen väterlichen Segen geben. Aber Rebekka liebte den feingliedrigen Jakob. Rebekka war schlauer als ihr Mann. So erlistete sich Jakob mit der Hilfe der Mutterliebe den Segen seines blinden Vaters. Esau blieben Hass und Tränen.

Drei Bruderkonflikte, jeweils ausgelöst von der grundlosen Liebe zu dem einen und der ohnmächtig empfundenen Zurücksetzung des anderen. Drei schwere und folgenreiche Verwerfungen, die nicht wirklich aufgelöst worden sind. Gott vertreibt den Brudermörder Kain. In der Not wird Kain ein Städtegründer und Ahnherr von Heroen der Kulturgeschichte-. Allesamt sind sie in der Flut ertrunken. Die beiden Söhne Abrahams passten wohl nicht zusammen. Bis in die Nacherzählung des Alten Testaments im Koran streiten sie sich um das Privileg, wer der wahre Erbe Abrahams, des Gottesfreundes, sei. Jakob und Esau haben sich nicht einmal im Schoße ihrer Mutter vertragen können. Nach dem Segensbetrug flieht Jakob in Todesangst vor seinem Bruder, nach Jahren der Flucht treffen sie aufeinander, um gleich wieder und diesmal für immer auseinander zu gehen. Ihre Nachfahren, Edom und Israel, werden zu erbitterten Feinden.

 

In der morgenländischen Luft der Patriarchenerzählungen mag Blut ja dicker sein als Wasser, doch genau betrachtet sind die Urgeschichte der Menschheit und die Vorgeschichte Israels eine Abfolge ungelöster Bruderkonflikte – das ist die Kehrseite der Freundschaftspoesie der Menschen mit Gott. Wer mit den Hirten ein Hirt, mit dem Volk von Ackerbauern ein Landmann, mit dem uralten Morgenländer ein Morgenländer sein will, sollte sich zugleich in das zerrissene Innere eines Kain, eines Ismael oder eines Esau einfühlen und sich ihre nagende Gewissheit, ich bin zu kurz gekommen und ungeliebt zurückgesetzt, anempfinden.

Liebe Gemeinde, der heutige Predigttext aus dem letzten Kapitel des Buches Genesis steht  ebenfalls unter dem Vorzeichen eines Bruderkonflikts. Er bildet sogar den Höhepunkt und Abschluss der skizzierten Konfliktlinie. Er ist Höhepunkt und Abschluss, weil die Josephsgeschichte den durch die einseitige Liebe des Vaters ausgelösten Konflikt der Brüder erstmals zum eigenständigen Thema erhebt, weil sie ihn in allen Facetten ausleuchtet und weil sie endlich eine Lösung des Konflikts zu berichten weiß, die eine Aussicht auf eine tragfähige Zukunft bietet.

Ich lese aus dem 50ten Kapitel der Genesis die Verse 15-21: „Und als Josephs Brüder sahen, dass ihr Vater gestorben war, sagten sie: ‚Wie? Wenn sich nun Joseph gegen uns feindselig stellen wird und uns all das Böse, das wir ihm angetan haben, vergilt!’  So ließen sie dem Joseph folgendes ausrichten: ‚Dein Vater hat vor seinem Tode befohlen und gesagt: So sollt ihr zu Joseph sagen: Ach, vergib doch deinen Brüdern ihre Missetat und ihre Sünde, dass sie so Böses an dir getan haben! So vergib nun doch das Verbrechen der Knechte des Gottes deines Vaters!’ Da weinte Joseph, als sie so zu ihm redeten. Dann gingen auch seine Brüder hin und fielen vor ihm nieder und sagten: ‚Hier! Wir wollen deine Knechte sein!’ Aber Joseph sagte zu ihnen: ‚Fürchtet euch nicht! Bin ich denn an Gottes Stelle? Ihr gedachtet mir Böses zu tun, aber Gott gedachte es zum Guten zu wenden, um das zu tun, wie es an diesem Tag ist, nämlich viele Menschen am Leben zu erhalten. So fürchtet euch nun nicht! Ich will euch und eure Kinder versorgen.’ Und er tröstete sie und redete zu ihrem Herzen.“

 

Der Stoff, aus dem der Konflikt erwächst, ist uns aus den vorangehenden Erzählungen um Kain und Abel, Ismael und Isaak, Esau und Jakob bekannt, die an diesem Punkt ohnehin nichts anderes sind als zu Texten verdichtete Menschheitserfahrungen: Liebeserfolg und Liebesmisserfolg sind immer auch unverdient und daher schwer zu verkraften. Der Vater liebt den einen Sohn mehr als die anderen, und er zeigt dies auch. Schon im dritten Satz der Erzählung zeichnet er ihn mit einem besonderen Leibrock aus. Die Brüder fühlen sich benachteiligt und hassen den Bevorzugten.

Ich kann beide Seiten verstehen. Joseph ist bis dahin der einzige Sohn Jakobs mit der geliebten Rahel. Allein dadurch ist Joseph zum Liebling des Vaters vorherbestimmt. Und Joseph ist schön, eifrig und gewitzt. Das macht ihn zu der mit Abstand attraktivsten Gestalt, die bisher in der Bibel aufgetreten ist. Was der Vater aber nicht wahrzunehmen scheint: Joseph ist ein ziemlich unreifer 17jähriger, der seine Brüder verpetzt, der seinen Vorteil sucht und Eltern wie Geschwister ungefiltert an seinen spätpubertären Allmachtsphantasien teilhaben lässt. Nichts spricht dagegen, davon zu träumen, wie sich bei der Ernte die Garben der Brüder vor der eigenen Garbe verneigen. Doch muss man diesen Traum den Brüdern ebenso wenig erzählen wie das unschwer zu dekodierende, vermutlich eher bewusste denn unterbewusste  Wunschbild von elf Sternen, der Sonne und dem Mond, die um den Träumer kreisen. Verlassen wir Joseph und seine Brüder für einen kurzen Augenblick und stellen uns die Begebenheit in einer Gemeinschaft vor, die ähnlich von Erfolg und Eifersucht, von Zuwendung und Ablehnung, von Traum und Wirklichkeit geprägt ist wie der Großhaushalt der Sippe Jakobs mit ihren mehr oder weniger erwachsenen Söhnen, etwa in der Lern- und Forschungsgemeinschaft einer Universität. Ob nun in kleinen oder großen roten Buchstaben, unter dem Motto des lebendigen Geistes geht es immer auch um Karrieren, um Erfolg und Ansehen, manchmal auch um Missgunst und Eifersüchteleien. Hier wird auch geträumt, und sicher nicht nur zum hehren Ziel der voraussetzungslosen Erkenntnis. Doch würde man das so ungeschützt erzählen? Auf den ersten Blick kaum! Eher wird der Stolz auf den gedrittmittelten Leibrock oder wegen der Teilhabe an mitunter undurchschaubaren inneruniversitären Entscheidungen mit Selbstironie notdürftig getarnt. Soll man sich wie Josephs Brüder über eine Nichtigkeit wie einen Leibrock aufregen? Die Brüder werden ja selbst kaum nackt herumgelaufen sein. Luther wusste zu übersetzen, dass der unverdiente Leibrock bunt war, was den Träger im tristen Alltagsgrau als etwas Vortreffliches auszeichnet, Kommilitoninnen und Kommilitonen vor Neid erblassen lässt und ganz nebenbei das Ideal gleicher Augenhöhe unter Brüdern und natürlich Schwestern aufgibt.

 

Hätte die Geschichte von Joseph und seinen Brüdern eine Moral, dann käme Hochmut vor dem Fall und die ganze Träumerei von der eigenen Bedeutsamkeit und Überlegenheit würde sich in Luft auflösen. Doch weil die Geschichte keine Moral hat, helfen die Brüder nach und bringen Joseph selbst zu Fall und können sich nur mit Überwindung davon abhalten, sich des Bruders gleich ganz zu entledigen. Was folgt ist bekannt. Joseph träumt sich nach oben. Er macht in der Fremde eine steile Karriere. In Joseph spiegeln sich die Erfahrungen und die Möglichkeiten einer jüdischen Diaspora, die es bis in die High Society schaffen konnte und deren Leben zugleich ein steter Hochseilakt war. Der fremde Aufsteiger ist angreifbar. Doch Joseph ist smart und Gott ist mit ihm – was in dieser Erzählung über weite Strecken zwei Seiten ein und derselben Medaille sind. Am Ende treibt der Hunger die Brüder in Josephs Arme. Sie verneigen sich und huldigen dem unerkannten Liebling.

 

Joseph der Ernährer, der Erfinder altägyptischer Plan- und Monopolwirtschaft ist ein erfolgreicher Enddreißiger, dessen Jugendträume sich erfüllt haben. Damit könnte der Roman enden. Tatsächlich gab und gibt es Forschungsmeinungen, wonach die ursprüngliche Josephserzählung mit dem ersten Wiedersehen der Brüder ihr Ziel erreicht habe. Möglich wäre das, weil in der Exegese ziemlich vieles möglich ist. Doch das Ende wäre trivial und die Geschichte hätte es so nie und nimmer in das Buch Genesis gebracht, denn dieses Buch erzählt keine Geschichten von erfüllten Jugendträumen. Dass Joseph es geschafft hat, sei ihm wie jedem anderen mit einer solchen Geschichte gegönnt. Dass der Ausgangskonflikt damit gelöst ist, wird man schwerlich behaupten können. Denn eines steht noch aus, die Konfrontation mit dem Erlebten und der Versuch, der eigenen Geschichte einen Sinn oder doch wenigstens einen roten Faden zu geben. Ich maße mir nicht an zu sagen, dass jeder und jede, diesen roten Faden in ihrer Biographie sucht. Ich bin mir aber sicher, dass sich etwa die Energie, mit der noch gut sechzig Jahre nach Kriegsende um die Rehabilitierung von Soldaten gerungen wird, die durch NS-Militärgerichte als Kriegsverräter verurteilt worden sind, dass sich diese Energie genau aus dieser Suche nach einem roten Faden und einem erklärenden guten Ende speist.

Für Joseph und seine Brüder bringt der Tod des einseitig liebenden Vaters das Unerledigte an den Tag. Schon die Ausgangsüberlegung der Brüder zeigt: Hier ist gar nichts in Ordnung. Was geschieht, wenn Joseph keine Rücksicht mehr auf den Vater nehmen muss? Stellt sich die Frage nach Schuld, Rache und Vergebung nicht völlig neu? Die Dramaturgie der Szenenfolge betont, wie brenzlig die Situation für die Brüder ist. Die Brüder treibt die nackte Angst. Sie isst ihre Seele auf und setzt die Elf außer Stand, selbst unter die Augen des einen Bruders zu treten. In ihrer Not berufen sich die Brüder auf die höchsten greifbaren Autoritäten, den nur durch ihre Rede verbürgten letzten Willen des verstorbenen Vaters und die Zugehörigkeit zum gemeinsamen Gott. Wie in vielen unerledigten Familiengeschichten reicht die Autorität des verstorbenen Patriarchen bis in die Gegenwart hinein. Er fordert die Vergebung ihres massiven Rechtsbruchs. Ob nun in der Not erlogen oder nicht – der letzte Wille des Vaters soll Gegenwart und Zukunft der Brüder von ihrer misslungenen Vergangenheit befreien. Vergangenes soll Vergangenes heilen. Gerade in verkorksten Familiengeschichten gelingt dies nur selten. Die Selbstbezeichnung der Brüder als „Diener des Gottes deines Vaters“ will Joseph auf das Gemeinsame verpflichten und stellt im gleichen Atemzug Joseph heraus. Nicht unser Vater, sondern dein Vater. Fast scheint es, als fügen sich die Brüder in ihr Schicksal, sie verzichten darauf, sich mit dem Bruder auf eine Stufe zu stellen und geben so dem Vater, mit dessen einseitiger Liebe das Ungemach einst seinen Anfang genommen hat, posthum Recht. Es spricht für die Brüder, dass sie nichts verharmlosen, dass sie sich nicht herausreden und dass sie so die Konsequenzen aus Ihrem Tun aushalten. Der Rechtsbruch bleibt ein Rechtsbruch auch wenn er wider Willen der Karriere des Bruders sehr förderlich gewesen ist.

Für Joseph sprechen seine Tränen. Joseph weint, weil seine Brüder ihn fürchten; weil sie ihm zutrauen, in das altbekannte und vulgäre Muster zu verfallen, Böses mit Bösem zu vergelten; weil seine von Hochmut und Hass gezeichnete Jugend vor ihm aufsteigt und weil ausgerechnet seine Brüder ihn daran erinnern. So bewahren die Tränen Joseph davor, in die selbstgefällige Pose des huldreich Verzeihenden zu fallen. Das wichtigste aber ist, dass sie der frommen Wahrheit „Bin ich denn an Gottes Stelle? Ihr gedachtet mir Böses zu tun, aber Gott gedachte es zum Guten zu wenden“ die notwendige emotionale Erdung und existentielle Aufrichtigkeit geben. Das Böse bleibt das Böse. Es wird nicht beschönigt. Es wird auch nicht zum notwendigen Vehikel für einen übergeordneten Heilsplan. Es wird lediglich wie Josephs Jugendtraum gerade gerückt. In der wundersamen Fügung der ganzen Geschichte hat Gott selbst gesprochen. Damit hat Gott den Brüdern ihre Schuld vergeben, wie sollte Joseph da widersprechen. Um diese Einsicht bitten wir im Vaterunser.

Nun ja, so könnte man meinen, die Josephsgeschichte hat zwar keine Moral, dafür aber einen lieben Gott, der die Geschichte zum Guten lenkt. Ob das überzeugender ist? Doch wir sollten uns hüten, die Verfasser der Josephsgeschichte zu belächeln. Wir haben ihnen weder ein Mehr an sinnloser Geschichtserfahrung noch an Problembewusstsein voraus. Die Verfasser schreiben unter den Bedingungen des Exils. Sie schreiben in einer Welt, in der sich Gott augenscheinlich nicht, jedenfalls nicht unmittelbar kundtut, geschweige denn sichtbar tätig zum Wohle der Seinen eingreift. Sicher sind sie davon überzeugt oder wollen davon überzeugt sein, dass auch dort, wo es kein Mensch mehr annehmen kann, Gott der bestimmende Grund der Geschichte ist. Doch diese Führung Gottes wird nur von Joseph behauptet, sie wird nicht erzählt. Insofern ist die Josephsgeschichte weit radikaler als die Werbeaktion „gottlos-glücklich“ mit der rote Doppeldeckerbusse der „atheistischen Buskampagne“ den ganzen Frühsommer durch Deutschland getourt sind. Denn die Josephsgeschichte ist weitgehend gottlos. Sie überlässt es ihren Akteuren und Lesern für sich zu erkennen, wie, wo und ob sich in ihrer Erfahrung das Handeln des abwesenden Gottes zeigt. Allein Joseph vermag in der Begegnung mit seinen Brüdern ein Zeichen des sonst verborgenen Gottes in der Geschichte zu sehen, und zwar nicht in der Geschichte oder irgendeiner Geschichte, sondern in seiner Geschichte mit seinen Brüdern mit all ihren Höhen und Tiefen. Nur so zeigt sich auf einmal ein roter Faden in den Irrungen und Wirrungen unseres Lebens. Thomas Manns Joseph bringt das auf den Punkt: „Geht ihr mich um Vergebung an, so scheint’s, daß ihr die ganze Geschichte nicht recht verstanden habt, in der wir sind. Ich schelte euch nicht darum. Man kann sehr wohl in einer Geschichte sein, ohne sie zu verstehen.“ Weil Thomas Manns Joseph wie sein biblisches Pedant meint, dass er seine Geschichte begriffen hat, kann er die Brüder selbst um Verzeihung bitten: „Wenn es aber um Verzeihung geht unter uns Menschen, so bin ich’s, der euch darum bitten muß, denn ihr musstet die Bösen spielen, damit alles so käme.“ Mit diesen Worten verabschiedet sich Joseph von seinen Jugendträumen, er lässt die Güte an die Stelle von Vergeltung treten, er nimmt den Konflikten der ungleich Geliebten ihre Eigendynamik und löst den allmächtigen, aber abwesenden Geschichtslenker durch den in der ersten gelungenen Begegnung mit den Brüdern erfahrenen Gott ab. Und damit endigt die Linie der Bruderkonflikte und „die schöne Geschichte und Gotteserfindung von Joseph und seinen Brüdern“.

 

Und der Friede Gottes der höher ist als alle Vernunft bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus! Amen.

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Letzte Änderung: 01.11.2012
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