Gottesdienste Sommersemester 2010

Predigtplan Sommersemester 2010

18.07.2010: Dekan Prof. Dr. Jan Christian Gertz über Jes 40, 25-31

Liebe Gemeinde! Eine junge Frau wird im Februar 1926 mit einer schweren Tuberkulose zur Therapie in ein Lungensanatorium in die Schweiz geschickt. Unweit von Thomas Manns Zauberberg und im Erleben durchaus vergleichbar muss sie zwei Jahre den Liegestuhl hüten. Im Sanatorium durchlebt sie eine verhältnismäßig komfortable Sonderexistenz fernab von allem. Doch die Nähe zum Tod, die ganze Ungewissheit über das eigene Leben und die offenen Zukunftsfragen lassen sie in eine schwere Orientierungskrise stürzen.
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10.05.2010: Prof. Dr. Michael Welker über Psalm 19-engl. Version

“The heavens are telling the glory of God!” Christian Fürchtegott Gellert and Ludwig van Beethoven have made Psalm 19 into one of the best known spiritual hymns in our culture, even beyond the walls of the church. “The heavens are telling the glory of God, day to day pours forth speech, and night to night declares knowledge.” The order of creation with its rhythms of day and night praises the creator. No surprise that so-called natural theology could arrive at the idea that God was the “perfect watchmaker”! Yet is this creation psalm actually praising God because the psalmist is convinced God has created a perfect piece of machinery?
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25.04.2010: Pfarrerin Franziska Gnändinger zu EG 514

Liebe Gemeinde, „Singt ihm Ehre! Singt ihm Ehre! Halleluja.“ Das sind die richtigen Worte für den Sonntag Jubilate. Wir können jubeln und singen und Gott loben für diesen schönen Frühlingstag, für die wärmende Kraft der Sonne, das wiedererwachende Leben im Frühling, die wunderbare Osterzeit. Das Lied trifft genau unsere Stimmung. Wir können von Herzen mit einstimmen in das Lob Gottes durch seine Schöpfung.
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16.05.2010: Pfarrer Walter Boës über Gen 11,1-9

Liebe Gemeinde, sich zu verstehen mit den Nachbarn, mit den Kollegen, mit einem Freund oder mit dem Partner - jemanden verstehen, und von jemandem verstanden werden - das gehört vielleicht zu den tiefsten Sehnsüchten der Menschen. Sich verstehen, jemanden verstehen, was das bedeutet, darunter versteht aber fast jeder etwas anders:
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20.06.2010: Prof. Dr. Klaus Tanner über Gen 1,28-30; 2,15

Liebe Gemeinde! Er wird der „Bändiger des wilden Rheins“ genannt. Dieser Beiname findet sich auf einer Gedenktafel in Karlsruhe für den badischen Ingenieur Johann Gottfried Tulla. Der Ingenieur Tulla entstammte einer Dynastie von lutherischen Pfarrern, und der junge Mann sollte zunächst auch Theologie studieren. Dann zog es ihn aber aufgrund seiner Begabung zu den „nützlichen Wissenschaften“. Er studierte Mathematik, Hydraulik und Mechanik. Ab 1806 begann er im Auftrag des badischen Fürsten am Großprojekt der Regulierung des Oberrheins zu arbeiten.
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24.04.2010: Dr. Frank-Martin Brunn über Kor 9,24-27 (Läuferandacht)

Zwar nicht vom Halbmarathon, liebe Andachtsgemeinde, aber vom Stadionlauf spricht der Apostel Paulus an dieser Stelle. Ich möchte euch einladen, heute Abend an Hand dieser Verse über den metaphorischen Charakter des Laufen ein wenig nachzudenken.
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13.06.2010: Prof. Dr. Risto Saarinen über Hos 11,1-4+7

Liebe Gemeinde, der heutige Predigttext, Hos. 11,1-4, 7, steht im finnischen Kirchenkalender als den alttestamentlichen Text für heute. Auch in Finnland feiern wir an einem Sonntag in Juni den Tag der Schöpfung, bei dem die Texte und die Predigt mit der Umwelt zu tun haben. Zu diesem Schöpfungsthema komme ich noch zurück.
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11.07.2010: Pfarrer Albrecht Herrmann über Jes 43, 1-7

Liebe Gemeinde, der Trost der Welt kommt heute zu uns. Der Trost der Welt tröstet uns in unsrer Angst, in unsrer Ausweglosigkeit, in unsrer Hoffnungslosigkeit. Der Trost der Welt löst uns aus Lähmung und Depression oder, was dasselbe ist, aus Stress und Aktivismus. Gott selbst stellt uns wieder her. Durch den ganzen Wust von Informationen und Nachrichten und Wissen ruft er mich bei meinem Namen: „Albrecht, du bist mein geliebter Sohn!“ „Franziska, du bist meine geliebte Tochter!“ Ihr alle, die Ihr getauft seid, seid meine geliebten Töchter und Söhne!
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06.06.2010: Prof. Dr. Wilfried Härle über EG 883.2.1

Liebe Gemeinde, in diesem Sommersemester beschäftigen sich die Gottesdienste und Predigten hier in der Peterskirche durchgehend mit dem Thema „Schöpfung“. Dabei waren wir eingeladen, Vorschläge für mögliche Predigttexte zu machen, die auch gerne über die Bibel hinausgehen durften, um zum Beispiel das Gesangbuch oder die kirchlichen Bekenntnisse mit zu erfassen. Den Predigttext für die heutige Predigt haben wir gerade miteinander gesprochen: Es ist Luthers Auslegung des Ersten Glaubensartikels aus seinem Kleinen Katechismus.
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23.05.2010: Bischof i.R. Prof. Dr. Wolfgang Huber über Röm 8,18-26

Bei jedem Flug gibt es einen Augenblick, in dem ich die Luft anhalte. Immer wieder ist er so ungewohnt wie beim ersten Mal. Es ist der Augenblick der Landung. Ich warte nicht so sehr, ob die Räder richtig auf der Landebahn aufsetzen. Ich warte auf die Schubumkehr. Wenn die Räder aufgesetzt haben, spüre ich ganz unvermittelt, welcher gewaltigen Kraft ich mich anvertraut habe. Die Geschwindigkeit, die mir in der Luft gar nicht so auffiel, nun wird sie beängstigend. Wird der Pilot sie unter Kontrolle bringen?
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02.05.2010: Prof. Dr. Christoph Strohm über Psalm 8 - "Was ist der Mensch?"

Liebe Gemeinde! Was ist der Mensch? Der Psalm stellt die Frage in einem bezeichnenden Zusammenhang: „Was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst, und des Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst?“ Die Frage nach dem Menschen wird gestellt im Angesicht Gottes. Sie ist Folge eines Staunens über die alles Begreifen übersteigende Herrlichkeit Gottes.
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18.04.2010: Prof. Dr. Helmut Schwier über Gen 1,1-2,4a

Liebe Gemeinde, „Gott sah, dass es gut war“ – das ist der Refrain der Schöpfungsgeschichte! Schon zu Beginn am ersten Schöpfungstag ist es das Licht, das so beschrieben wird, dann am dritten Tag: Erde und Meer und das, was die Erde hervorbringt: Gras, Kraut, Bäume, Früchte.
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13.05.2010: Prof. Dr. Matthias Konradt über Kol 1,15-20

Der heutige Feiertag Christi Himmelfahrt, liebe Gemeinde, ist vielen nur noch schwer oder gar nicht zugänglich, jedenfalls dann, wenn man die Himmelfahrt Christi, wie Lukas sie erzählt, in einem naiv realistischen Sinn versteht. „Und es geschah, als Jesus sie segnete, schied er von ihnen und fuhr auf gen Himmel“ (Apg 24,51), so haben wir es eben in der Lesung gehört. Wohin soll er denn gefahren sein? Die gelehrte Theologie weiß sich zu helfen: Alle Rede von Gott ist eine metaphorische, auch „Himmel“ ist als Me­tapher zu begreifen.
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30.05.2010: Prof. Dr. Adolf-Martin Ritter/Dr. Ulrich Andreas Wien zu Trinitatis

U.W.: Trinitatis – das Fest des geöffneten Himmels, mit den weihnachtlich und österlich weißen Paramenten, am Ende der Pfingstwoche die Zusammenfassung aller großen Feste der Christenheit. Gerade die weiße Farbe bei den Altar- und Kanzeltüchern war lange Zeit die liturgische Grundfarbe eines jeden Sonntags. Im Mittelalter wurde jeder Sonntag mit einer Dreifaltigkeitsfeier begangen, weswegen weiß die übliche Sonntagsfarbe geworden war.
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09.05.2010: Prof. Dr. Michael Welker über Psalm 19

Die Himmel rühmen des Ewigen Ehre! Christian Fürchtegott Gellert und Ludwig van Beethoven haben den 19. Psalm auch über Gottesdienst und Kirche hinaus zu einem der bekanntesten geistlichen Lieder in unserem Kulturkreis gemacht. Die Himmel rühmen die Herrlichkeit Gottes, ein Tag sagt es dem anderen, eine Nacht raunt es der anderen zu. Die Ordnung der Schöpfung mit ihrem Rhythmus von Tag und Nacht preist den Schöpfer. Kein Wunder, dass die so genannte natürliche Theologie auf die Idee kommen konnte, Gott sei der „perfekte Uhrmacher“! Doch preist dieser Schöpfungspsalm Gott in der Überzeugung, er habe das perfekte Uhrwerk geschaffen?
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Letzte Änderung: 29.10.2013