Gottesdienste im Sommersemester 2009


21.05.2009: Prof. Dr. Markus Mühling über Lk 24, 50-53

Liebe Gemeinde, kennen Sie den E-Day? Ich vermute einmal, nein. E-Day ist eine Abkürzung für „Evolutionstag“. Kennen Sie den? Nein? Auch nicht? Nun, die Giordano-Bruno-Stiftung, ein Verband zusammengeschlossener Atheisten, fordert auf einer Website die Umbenennung des Himmelfahrtstages in diesen E-day. In dem Petitionstext heißt es: An „Christi Himmelfahrt“ unternehmen heute viele Familien Ausflüge in die Natur. Angemessener kann ein „Evolutionstag“ kaum begangen werden!
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07.06.2009: Profr. Dr. Adolf Martin Ritter über Joh 3, 1-8

Liebe Gemeinde. Als der Komponist Ernst Pepping 1937 seine Motette „Jesus und Nikodemus“ komponierte, erklang eine Kontrastmusik zu den Märschen wie der tyrannischen Friedhofsruhe jener Zeit; es war das vierte Jahr des „Tausendjährigen Reiches“, das doch so bald in einem bis dahin unvorstellbaren Abgrund von Schuld und Tod endete. In der Musik aber wurde hörbar die Wirklichkeit einer anderen, himmlischen Welt
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24. Mai 2009: Predigt Prof Dr. Dr. Welker über Joh 15,26 - 16,4

Der Geist der Wahrheit, liebe Gemeinde, welches Thema passte besser in einen Universitätsgottesdienst? Zwar sind heute viele unserer Studierenden auf dem landesweiten Kirchentag in Bremen. Aber dafür haben wir heute Preisträgerinnen und Preisträger des dritten John Templeton Award for Theological Promise zu Gast. Auch Gutachter aus aller Welt feiern heute mit uns den Gottesdienst.
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28.06.09: Predigt Prof. em. Dr. theol. Dr.h.c. Gerd Theißen

Für das Lk-Evangelium ist das Wesentliche des Christentums die Suche nach dem Verlorenen. Deshalb stellt es das Gleichnis vom verlorenen Schaf, vom verlorenen Groschen und verlorenen Sohn ins Zentrum. Mit Recht. Die Suche des Verlorenen ist das Zentrum – nicht nur des Christentums, sondern jeder menschlichen Kultur. Wo immer Menschen über ihre Vorfahren unter den Primaten hinauswachsen, folgen sie dem Programm, Leben auch dort zu ermöglichen, wo es in der Natur verloren ginge. Wir ermöglichen es durch Wissenschaft und Technik, Recht und Politik, Ethik und Religion. Jesus macht in seiner Botschaft von der Suche des Verlorenen dieses Programm bewusst. Aber noch mehr: Er verpflichtet dazu, ihm gegen Widerstände zu folgen.
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14.06.2009: Prof. Dr. Christoph Strohm über Luk 16, 19-31

Liebe Gemeinde, Irgendwo in Palästina, vor ungefähr zwei Jahrtausenden, hören die Menschen einem Mann zu, der folgende Beispielgeschichte erzählt: [Luk 16,19-31] V19 Es war aber ein reicher Mann, der kleidete sich in Purpur und kostbares Leinen und lebte alle Tage herrlich und in Freuden. V20 Es war aber ein Armer mit Namen Lazarus, der lag vor seiner Tür voll von Geschwüren
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5. April 2009: Prof. Dr. Helmut Schwier über Joh 12, 12-19

in vielen Kirchen – auch in meiner Heimatgemeinde in Westfalen – versammeln wir uns am Palmsonntag zunächst vor der Kirchentür. Wir hören dort die Lesung des Evangeliums, erhalten grüne Zweige, meist Buchsbaum anstelle von Palmen, und ziehen in die Kirche ein, adventlich „Tochter Zion, freue dich“ singend. Wir alle, liebe Gemeinde, sind das Palmsonntagsvolk, das Christus willkommen heißt.
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10.Juni 2009: Prof. Dr. Peter Lampe über Röm 6, 3-6

„Bad Religion,“ „schlimme Religion“, so titelte das Poster. Darunter ein Gekreuzigter, durchgestrichen von zwei roten, breiten Pinselstrichen. Das Plakat hing über dem Bett der 15jährigen Nicole. Sie schüttelte den Kopf darüber, dass ein Symbol menschlicher Gräuel zum religiösen Symbol erhoben wurde. Ebenso stirnrunzelnd reagierten antike Juden und Griechen, die, wie Paulus schreibt, die Christen für verrückt hielten, wenn sie verkündeten, an einem Horrorort wie Golgatha hätte Gott gewirkt, noch dazu Heil gewirkt (1 Kor 1,18ff).
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26. April 2009: Dr. Heike Springhart über Joh 10

Es waren sonnige Frühlingstage wie wir sie in diesen Tagen erleben. Nach dem langen Winter durften wir Kinder endlich wieder nach draußen zum Spielen, ließen uns durchs frisch grüne Gras die Schwarzwaldhänge hinunterrollen, buddelten mit den bloßen Händen im Sandkasten und bauten Landschaften voller Kinderträume. Unbeschwerte Frühlingsidylle. Heute vor 23 Jahren fand diese Idylle ein jähes Ende.
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3. Mai 2009: Prof. Dr. Klaus Tanner über Joh 15, 1-8

Wir kennen das alle aus unterschiedlichen Lebenslagen: Beharrlich an etwas dran bleiben ist alles andere als einfach. Die Studierende, die sich vornimmt eine Seminararbeit zu schreiben hat soviel anderes zu tun. Auf die vorsichtige Frage, wie es denn mit der Arbeit vorangeht, antwortet sie etwas verlegen: Sie sei einfach noch nicht dazu gekommen wegen zu vieler anderer Dinge.
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21.06.09: Predigt Pfr. Walter Boës

Ich sehe ihn regelrecht vor mir, diesen Menschen, den Matthias Schmidt in seinem Gedicht beschreibt, das wir eben in einer Vertonung von Mirco Oswald vom Kammermusikkreis der ESG gehört haben. Er könnte hier in Heidelberg auf dem Marktplatz sitzen. Sympathisch wirkt er auf mich. Entspannt.
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31. Mai 2009: Prof. Dr. Michael Plathow über Joh 14, 23-27

Die Gegenwart Christi im heiligen Geist wird uns verheißen im eben gehörten Predigttext. Der heilige Geist: Feuer der Liebe, beistehender Paraklet, helfender Tröster, Band des Friedens und Lehrer der Wahrheit; durch ihn will Christus Wohngemeinschaft bei und mit uns haben, indem der heilige Geist in die Herzen von Menschen, in jeden Kontext dringt, so dass sie als vom Geist Gezeichnete leben.
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19. April 2009: OKR Gerhard Vicktor über Joh 20, 19-29

irgendwo auf einem verlassenen Highway in der Nähe von Los Angeles bei Nacht. Ein Auffahrunfall. Nichts Schlimmes. Nach dem harten Schlag herrscht Stille. In der Ruhe der Dunkelheit, nach Überraschung und Schreck fängt sich zunächst der schwarze Beifahrer und sagt: „Es ist wie das Gefühl der Berührung. In einer normalen Stadt geht man zu Fuß. Verstehst du? Man berührt einander. Man rempelt sich an. In L. A. berührt dich niemand. Wir sind immer hinter Metall und Glas. Ich denke, die Leute vermissen Berührungen so sehr, dass sie Kollisionen verursachen, nur um etwas zu spüren.“
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05.07.2009: Predigt Dekan Prof. Dr. Jan Christian Gertz

Kain erschlug Abel. Er konnte es nicht ertragen, als Gott ohne einen ersichtlichen Grund das Opfer seines Bruders ansah, seines aber verschmähte. Abraham verstieß Ismael. Sarah, Abrahams spätgebärende Frau, erblickte in Abrahams erstgeborenen Sohn mit der Magd Hagar einen unerwünschten Konkurrenten für Isaak, ihren Sohn, den verheißenen Segensträger. Da mussten Hagar und Ismael in die Wüste.
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12. April 2009: Pfarrerin Franziska Gnändinger über Mk 16,1-8

„Fürchtet euch sehr!“, so lauten die Botschaften in den Zeitungen. Die Osterbotschaft heißt: „Fürchtet euch nicht!“ Ostern ist Protest gegen den Tod in all seinen Erscheinungsformen. Allerdings ist die Osterbotschaft keine harmlose Botschaft. Dies zeigt die Geschichte vom leeren Grab. Die am frühen Morgen tapferen und tatkräftigen Frauen fliehen am Ende mit Furcht und Zittern.
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17.Mai 2009: Predigt Prof. Dr. Lienhard über Joh 16,23-33

Tief in der Nacht… Ein Mann steht am Fenster. Ich beobachte ihn von der Straße, aber er sieht mich nicht, weil sein Blick über meinen Kopf weiter reicht. Er ist zu sehen, auch wenn in seiner Wohnung scheinbar nur wenig Licht brennt. Warum schaut er so in die Dunkelheit hinein?
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Letzte Änderung: 29.10.2013
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