Gottesdienste in den Sommersemesterferien 2011

Predigtplan Sommersemesterferien 2011

 

31.07.2011: Prof. Dr. Johannes Eurich über 5. Mose 7,6-12

Liebe Gemeinde, heute ist Wahltag. Wie schön, wenn man zu den Erwählten zählt. Wer wünscht sich nicht Sätze zu hören wie: Du bist mein Auserwählter, du bist meine Auserwählte! Dich und keine andere habe ich erwählt! [Idee nach Wolfgang Barthen: Last und Segen der Erwählung, in: Kanzelreden. Im Namen Gottes, hg. von Chr. Dinkel, Stuttgart 2010, S. 299-303, hier S. 299] Solche Worte finden wir im Alten Testament im 5. Buch Mose, Kapitel 7, die Verse 6-12. Ich lese den Predigttext:
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24.07.2011: Pfarrer Dr. Hans-Georg Ulrichs über Joh 1,35-51

Bei mir, liebe Gemeinde, bei mir war es Schwester Antje. Solche treuen und bescheidenen Gemeindeschwestern, wie sie es war, gibt es heute nicht mehr: das Berufsbild ist verschwunden. Obwohl ich in einem so genannten christlichen Elternhaus groß geworden bin, war es also Schwester Antje, die nach meiner Erinnerung mir als Erste Gott und Jesus nahe gebracht hat. Seit Schwester Antje im Kindergottesdienst mir in meinen Grundschuljahren von Gott erzählt hat, mit uns gebetet und gesungen hat, halte ich mich an den christlichen Gott und lass mich von ihm ansprechen.
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11.09.2011: Prof. Dr. Michael Plathow über Jes 29,17-24

Liebe Gemeinde, das “Gedicht der Hoffnung” des alttestamentlichen Propheten, entstanden in Tagen der Gottesfinsternis, will uns - zehn Jahre nach dem Tod bringenden Terrorakt des 11. September und am heutigen “Tag des offenen Denkmals” - hineinziehen in die Heiligung des Namens Gottes, der “das geknickte Rohr nicht zerbrechen und den glimmenden Docht nicht auslöschen“ wird (Jes 42, 3).
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21.08.2011: Dr. Joachim Vette über Mt 7,24-27

Liebe Gemeinde, in vielen seiner Reden arbeitet Jesus mit anschaulichen und einprägsamen Bildern. So auch hier. Zwei Häuser werden uns gezeigt, eines mit starkem Fundament, eines ohne. Welche Bilder entstehen bei diesem Text vor ihrem inneren Auge? Etwa Sandburgen, die vom Meerwasser umspült langsam dahin schmelzen? Häuser, die zu nahe an der Klippe stehen und von denen plötzlich die Hälfte wegreist, weil plötzlich der Untergrund in den Abgrund wegbrach? Mittelalterliche Festungen, deren plumpe aber eindrucksvolle Stabilität sie auch noch nach Jahrhunderten fest stehen lassen? Oder kommt ihnen das Märchen vom Wolf und den drei Schweinchen in den Sinn, jedes in seinem Haus - eines aus Stroh, eines aus Holz und eines aus Stein.
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09.10.2011: Dr. Christoph Koch über Klgl 3,22-25.31-32

Liebe Gemeinde, das kleine Büchlein der Klagelieder, dem der heutige Predigttext entnommen ist, genießt im Judentum großes Ansehen. Es ist die Festrolle für den 9. Av (Juli/August). Ein Tag tiefer Trauer, an dem bis heute der Zerstörung Jerusalems und des Tempels gedacht wird. Während die Klagelieder rezitiert und gesungen werden, gehen die Gedanken zurück in das Jahr 587 v. Chr, als der babylonische König Nebukadnezar mit seiner Heeresmacht Jerusalem verwüstet, ihre Mauern geschleift, den Tempel verbrannt und einen Teil der Bewohner in die Gefangenschaft geführt hat.
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07.08.2011: Pfarrer Dr. Hans-Georg Ulrichs über Joh 6,30-35

Mit einem steilen kulturkritischen Eingangsteil, liebe Gemeinde, wollte ich diese Predigt beginnen lassen, doch da fiel mir plötzlich auf, dass manches kulturelle Wissen offenbar viel tiefer verwurzelt ist, als die Kraft des Banausentums uns weiß machen will. Manches wird vielleicht nicht mehr bewusst wahrgenommen, und doch bleibt da ein Ahnen – ja selbst ein Wissen, das Generationen, sogar Menschen über Jahrtausende hinweg verbindet. Ein Beispiel, das zum heutigen Thema hinleitet, kann uns dies erschließen: Sehen wir uns den Speiseplan der lost generation des gesunden Essens an.
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18.09.2011: Prof. Dr. Gerd Theißen über Mk 3,20-21.31-35

reiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit – damit begann eine neue Zeit. In der französischen Revolution spielte die Brüderlichkeit zwar noch eine Nebenrolle. Sie setzte sich erst in der Revolution von 1848 durch, wurde aber dann zusammen mit Freiheit und Gleichheit zum Leitspruch der französischen Republik seit 1871. Inzwischen gehört sie zum Weltkulturerbe. Die Erklärung der Menschenrechte (von 1948) sagt: „Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen sich einander im Geiste der Brüderlichkeit begegnen.“ Der Protestantismus hat nach 1945 diese Menschenrechte zu seiner eigenen Sache gemacht und sich dabei gern auf die These gestützt, „Brüderlichkeit“ sei der spezifisch biblische Beitrag zu den Menschenrechten.
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04.09.2011: Dr. J. Nierop über 1 Kor 6,9ff.

Liebe Gemeinde, gerade hörten wir Worte vom Apostel Paulus, vor langer Zeit geschrieben an die junge christliche Gemeinde in der Hafenstadt Korinth in Griechenland. Es ist schwierig, sich in diese Worte einzufinden. Es ist schwierig, um als christliche Gemeinde von heute Fuß zu fassen in diesem Brief, der sich über weite Strecke als eine Art Zwiegespräch zwischen Paulus und den Korinthern liest. Und das obwohl wir heutzutage ja viel geübter sind als früher in der Fähigkeit, sich einzufinden in Berichte, die nicht eigens für uns verfasst worden sind. Man kriegt ja oft Emails weitergeschickt, von Kollegen oder Freunden – meistens wortlos, manchmal mit einem kurzen Kommentar „zur Kenntnis“ oder „auch etwas für dich?“.
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14.08.2011: Dr. Heike Springhart über EG 503 (Geh aus, mein Herz...)

Liebe Gemeinde, kein Kinobesuch ohne dies: freche und schnelle, lebenslustige Strandszenen mit Surfern und Sonnencreme. Strandschönheiten, die sich auf bunten Handtüchern räkeln. Und der Ohrwurm: So schmeckt der Sommer! Like ice in the sunshine – wie Eis im Sonnenschein, so schmeckt der Sommer. Sagt die Eis-Werbung. Den Geschmack des Sommers müssen wir in diesen vorherbstlichen Tagen gerade eher ins Kopfkino verlegen – „Sommer ist, was in deinem Kopf passiert“ singt die a-capella-Band Wise Guys.
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Letzte Änderung: 29.10.2013
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