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31.12.2016: Hochschulpfarrer Dr. Hans-Georg Ulrichs über Exodus 33,12-23

Altjahrsabend 2016

Peterskirche Heidelberg

Dr. Hans-Georg Ulrichs / Exodus 33,12–23

 

Liebe Gemeinde,

wir wollen nach St. Giovanni wandern. Vorwärts heißt aufwärts, den Berg hinan! Schon kurz, nachdem wir unser Dorf verlassen haben, rinnt uns der Schweiß hinunter, aber anders als Menschen, die den Weg nicht kennen, können wir nach vielen Jahren an diesem Urlaubsort in Ligurien alles gut abschätzen. Bei gleichmäßigem Tempo brauchen wir vielleicht anderthalb Stunden, so können wir die Kräfte gut einteilen. Der Weg ist mal breiter, mal ganz eng, er geht steil hinauf und mal verharrt er auf gleicher Höhe, er geht wörtlich über Stock und Stein, er ist ganz trocken oder auch nass, wir rutschen aus und kratzen uns an Dornen die Beine wund, Stechmücken plagen, während Schlangen sich lieber rasch ins Unterholz verschlängeln. Wir laufen durch unterschiedliche Vegetationsformen, die Bodenbeschaffenheit ist verschieden. Irgendwann beginnt sich der Wald zu lichten und es wird heller und heller, wir können vielleicht nicht mehr, aber doch weiter schauen, manchmal erhaschen wir einen Blick auf den zurückgelegten Weg und manchmal auf den noch zurück zu legenden Teil, bevor die nächste Herausforderung, die nächste Biegung uns zur Fokussierung auf anderes, Aktuelleres zwingt. Und ganz am Schluss, geradezu idealtypisch, geht es ganz steil einen engen Pfad hinauf, wir stützen uns an Felswänden ab und ziehen uns am Wurzelwerk hoch – und plötzlich stehen wir auf einer Wiese, auf einer Hochebene, einem Plateau. Die dort frei laufenden Schafe sind nicht das Problem, aber es gibt auch deren nervös-bissige Hütehunde und Ochsen, deren Aufmerksamkeit wir besser nicht auf uns ziehen sollten. Wir wollen zu unserem Ziel St. Giovanni mitten auf dem Bergsattel, einem nahezu verfallenen Steinhaus, das wohl nur Italiener „Kapelle“ nennen können. Man könnte vorübergehen, doch immer bleiben wir stehen, schauen hinein, wundern uns über die frischen Grablichte und alten Plastikblumen und machen Rast. Wir hängen unseren Gedanken nach – oder beten wir in Wirklichkeit?  Nach einiger Zeit gehen wir quer zum anderen Ende des Plateaus und laufen hinunter, meistens etwas zu schnell, aber unser Blick geht von oben nach unten zur Hafenstadt und zum Meer, nach einiger Zeit erreichen wir schon die ersten Hütten und Häuser mit ihren kläffenden Kötern, aber es wird noch ein langer Weg sein bis in die Innenstadt oder noch besser bis an die Promenade, wo wir schließlich mit einer aktuellen Tageszeitung versorgt in einem Café sitzen werden. Das Leben ist gut.

 

Liebe Gemeinde,

es mag ja gut tun, mitten im kalten Winter, wohl zu der halben Nacht, eine nette Geschichte aus dem Sommerurlaub zu hören. Aber nicht deshalb habe ich den Weg von Ceriana nach Sanremo erzählt. Auch wenn es banal klingt, das Hinauf und Hinab, das Rasten und Eilen sind gute Bilder für die Zeitläufte im allgemeinen und unsere Lebenswege im besonderen. „Zwischen den Jahren“, die letzte Woche des alten und die erste des neuen Jahres – sie sind mir wie die Hochebene bei der Wanderung im Sommerurlaub. Die Anstrengungen liegen zurück, man erinnert sich der Unwegsamkeiten, hoffentlich denkt man auch an die guten Zeiten, die schönen Aussichten, Befriedigendes auf dem Weg – und daran, dass man nicht allein unterwegs war, sondern andere mit eigenen Erfahrungen mitgegangen sind. Man selbst war dadurch auch nie alleine unterwegs. Das Leben mit allem zieht an unserem inneren Auge vorbei: vorgestern starb in hohem Alter die Frau eines akademischen Lehrers, die wir in den ersten Tagen des neuen Jahres bestatten müssen, und gestern nun wurde der Sohn zweier früherer Mitarbeiter unserer Gemeinde geboren. Alles hatte auch im vergangenen Jahr seine Zeit: geboren werden und sterben und alles was dazwischen passieren kann.

Nun sitzt man in diesen immer wieder merkwürdigen Tagen, an denen die Zeit irgendwie auch stille zu stehen scheint, auf dem Plateau, vor einer fiktiven Kapelle oder wie wir in einer realen Kirche, denkt an Gott und die Welt, schnauft durch, sammelt Kräfte, weil dieser Ruhepunkt ja nicht wirklich das Ziel ist, sondern der Weg weitergehen wird – man denkt schon an die kommenden Unwägbarkeiten 2017. Was und wer werden mir begegnen? Erreiche ich meine imaginierten Ziele?

 

Aber auch darum habe ich dieses Urlaubsvergnügen, das Sie sicherlich alle so oder so ähnlich auch kennen, nicht oder nicht nur deshalb erzählt. Vielmehr fielen mir diese Bilder meines Sommervergnügens ein, als ich den Predigttext las, der eingebettet ist in der langen Erzählung von der Befreiung Israels aus Ägypten und seinen Zug ins Heilige Land, eingebettet in die Erzählungen vom Aufenthalt am Sinai. Gott bekennt sich dort zu seinem Volk, er will treu sein seinem Bund (19,5), er gibt gute Gebote, lebensdienliche Rechtsordnungen, erneuert und aktualisiert den Bundesschluss und richtet religiöse Riten ein. Das langt den Menschen aber offenkundig nicht, wohl weil sie ihren Gottesprojektionen mehr trauen als dem sich offenbarenden, aber eben nicht verfügbaren Gott. Die Götzen- und Stierbildanbeter werden bestraft, und Gott würde sein Volk am liebsten los werden wollen. So befiehlt er Mose, mit dem Volk loszuziehen, er nennt es nicht mehr „mein Volk“, sondern Mose gegenüber „Dein Volk“, das aus Gottes Sicht plötzlich nicht mehr von ihm, sondern von Mose aus Ägypten geführt worden war. Aber das lässt Mose nicht mit sich machen, er hat sich von Gott in Dienst nehmen lassen und dafür hat er Hartes bis hierher ertragen müssen – und so rosig sah die Zukunft von mitten aus der Wüste ja auch nicht aus. Mose lässt Gott nicht aus der Verantwortung, pflegt mit ihm den geheimnisvollen Umgang im heiligen Zeit, der Stiftshütte. Und dann kommt es zu einem dramatischen Gespräch zwischen Gott und Mose:

12 Und Mose sprach zu dem Herrn: Siehe, du sprichst zu mir: Führe dies Volk hinauf!, und lässt mich nicht wissen, wen du mit mir senden willst, wo du doch gesagt hast: Ich kenne dich mit Namen, und du hast Gnade vor meinen Augen gefunden. 13 Hab ich denn Gnade vor deinen Augen gefunden, so lass mich deinen Weg wissen, damit ich dich erkenne und Gnade vor deinen Augen finde. Und sieh doch, dass dies Volk dein Volk ist. 14 Er sprach: Mein Angesicht soll vorangehen; ich will dich zur Ruhe leiten. 15 Mose aber sprach zu ihm: Wenn nicht dein Angesicht vorangeht, so führe uns nicht von hier hinauf. 16 Denn woran soll erkannt werden, dass ich und dein Volk vor deinen Augen Gnade gefunden haben, wenn nicht daran, dass du mit uns gehst, sodass ich und dein Volk erhoben werden vor allen Völkern, die auf dem Erdboden sind? 17 Der Herr sprach zu Mose: Auch das, was du jetzt gesagt hast, will ich tun; denn du hast Gnade vor meinen Augen gefunden, und ich kenne dich mit Namen. 18 Und Mose sprach: Lass mich deine Herrlichkeit sehen! 19 Und er sprach: Ich will vor deinem Angesicht all meine Güte vorübergehen lassen und will ausrufen den Namen des Herrn vor dir: Wem ich gnädig bin, dem bin ich gnädig, und wessen ich mich erbarme, dessen erbarme ich mich. 20 Und er sprach weiter: Mein Angesicht kannst du nicht sehen; denn kein Mensch wird leben, der mich sieht. 21 Und der Herr sprach weiter: Siehe, es ist ein Raum bei mir, da sollst du auf dem Fels stehen. 22 Wenn dann meine Herrlichkeit vorübergeht, will ich dich in die Felskluft stellen und meine Hand über dir halten, bis ich vorübergegangen bin. 23 Dann will ich meine Hand von dir tun, und du darfst hinter mir her sehen; aber mein Angesicht kann man nicht sehen. (Exodus 33,12–23)

 

Aus unserer heiligen Schrift, wie man früher die Bibel zu bezeichnen pflegte, hören wir von Gottes Erhabenheit und Heiligkeit. Wir sind es ja eher gewohnt, etwas relativierender von Gott zu denken und zu sprechen, und dafür muss als Begründung auch immer wieder einmal Weihnachten herhalten. Als ob die Geburt Gottes als Mensch, wegen der alle transzendenten Dimensionen in Jubel ausbrechen, der Beweis dafür wäre, dass Gott eine Kleinigkeit wäre, die wir beherrschen könnten!

Der große und heilige Gott riskiert sich – nicht erst zu Weihnachten, sondern schon mit diesem kleinen Volk, das er sich erwählt hat. Es ist nach allerlei Wegen nun am Sinai angekommen. Dort kommt es zu besonderen Begegnungen mit seinem Gott. Man schaut zurück und man schaut nach vorn – so ähnlich wie ich bei St. Giovanni und so ähnlich wie wir in der Zeit „zwischen den Jahren“. Auch Gott tut dies und will seinen Weg am liebsten nur noch mit Mose weitergehen und nur ihn zum Ziel führen. Aber Mose will nicht alleine gehen. Ihn gibt es nicht ohne sein Volk. Deshalb ringt er mit Gott, gerade auch was Gottes Heiligkeit angeht, denn in ihr ist die Verlässlichkeit seines Tuns verankert. „Lass mich deine Herrlichkeit sehen!“, sagt Mose und meint Gottes Gewicht, seine Schwere, seine Größe. Zweifelt Mose etwa an Gottes Gutsein? Wir hätten im Rückblick auf das vergangene Jahr wohl manchen Grund dazu, an Gott – oder vielleicht doch eher an unseren Gottesbildern? – zu verzweifeln. Was ist da nicht alles passiert, was doch eigentlich nach Gottes Willen, wenn es nach uns ginge, nicht hätte passieren dürfen! Ich muss die ganzen Irrungen und Wirrungen aus 2016 nicht aufrufen.

Aber: Sollte Mose vergessen haben, dass Gottes Wesenszüge gleich geblieben sind? Gott ist gnädig, Gott erbarmt sich – und darauf können sich die auch felsenfest verlassen, die Gott als seine Leute ausgesucht hat. Es ist bemerkenswert, dass Gott hier so spricht und sich nicht zu einem Prinzip macht. Ein Prinzip wäre Gott, wenn aus dem Gnädig-Sein abgeleitet werden müsste, dass er auch keine Gnade walten lassen kann, dass aus dem Sich-Erbarmen Gottes abgeleitet werden müsste, dass es dann auch Menschen gäbe, denen Gott sich nicht erbarmte. Aber dieses Prinzip wird hier nicht formuliert, der sich offenbarende geschichtliche Gott ist sozusagen nicht prinzipientreu, er ist vielmehr seiner Treue treu.

Ich verstehe Mose und ich verstehe Israel, dass man angesichts der Erfahrungen und Widerfahrnisse am prinzipienlosen Gott zweifelt. Das gilt angesichts der großen Mächte und Gewalten, die die Welt zu regieren scheinen, genauso wie in unserem kleinen Leben. Wie oft denken wir bei den geringsten Dingen nicht unwillkürlich: „Womit habe ich das verdient?“ Als ob Gott ein belohnendes und strafendes Prinzip wäre! Gottes Heiligkeit verbürgt, dass in ihm Gnade und Barmherzigkeit sind und wir uns auf diesen Wesenszug verlassen können. Das sei in Erinnerung gerufen – dem Mose in grauer Vorzeit, aber auch uns in den letzten Stunden eines Jahres, von dem man nach der öffentlichen Meinung nur allzu gerne Abschied nimmt.

Gott kommt dem mit ihm ringenden Mose weit entgegen, er schlägt ihm keine Bitte ab. Und erledigt in seiner Fürsorge gleich zwei Bitten auf einmal: dass er mit seinem Angesicht vorangeht und dass Mose die Herrlichkeit Gottes sehen darf. Das ist riskant – nicht für Gott, wohl aber für Mose, der der Fürsorge Gottes bedarf. Für Mose hat Gott einen Raum zum Schutz, nicht nur Freiheit nach links und rechts und vorne und hinten und oben und unten, sondern einen nach fünf Seiten begrenzten „Raum bei mir“, wie Gott sagt. Und die letzte Seite, die Spalte wird von ihm selbst zugehalten, damit Mose nicht schauen kann, solange Gottes Angesicht, die Ansicht seiner ganzen Heiligkeit, er selbst, zu sehen wäre. Aber die sich diesem Angesicht anschließende Herrlichkeit wird Mose sehen und ihr nachsinnen dürfen.

Ich habe einige Wünsche für 2017 – Sie sicher auch. Es sind sicher auch gemeinsame Wünsche darunter. Ich habe auch eine Sehnsucht, vielleicht etwas egoistisch, aber Gott wird sie doch hoffentlich verstehen: Gott nämlich besser wahrnehmen zu können, seine Herrlichkeit wahrzunehmen. Wie gerne würde ich mich von ihm selbst in einen Raum bei ihm stellen lassen, damit er vorüberzieht! Er zieht mit seinem Angesicht voraus durch die ganze Schöpfung und durch die Zeiten. Und wir sehen seine Herrlichkeit vor uns und die Spuren seiner Heiligkeit im Sand und auf dem Weg, den wir dann beschreiten.

Gott ist lebendig, er bewegt sich, er zieht umher, damit auch wir umherziehen dürfen und können. Religion, oder besser: Gotteserfahrung und Gotteserkenntnis sind nicht statisch, sind nicht lokal begrenzt, sondern wandern. Tempora mutantur et nos mutamur in illis, wie der Kurpfälzer sagt. Die Zeiten ändern sich und wir in ihnen. Sicher und hoffentlich geschieht dies so. Aber auch: Gott bewegt sich durch die Zeiten, durch die Jahre, und wir mit ihm. Wohl wahr, panta rhe, alles fließt, alles bewegt sich, und das ist nicht immer schön, nicht ungefährlich, manchmal schrecklich, aber es bewegt sich nichts, ohne dass Gott sich in seiner Heiligkeit bewegt. Religion ist nicht statisch, ist nicht exklusiv an einen Ort oder an eine Zeit gebunden, auch nicht an den schönsten Kirchenraum und den schönsten Gottesdienst, sondern gehört zu unserem ganzen bewegten Leben, auch zu allen Alltagen des kommenden Jahres.

Als ich diese Gottesgeschichte Israels wieder las, erinnerte mich diese besondere Zeit Israels am Sinai an einen Fachbegriff der Historiker. „Sattelzeit“ ist ein von Reinhart Koselleck in Anknüpfung an die Metapher vom „Bergsattel“ geprägter Begriff zur Bezeichnung einer Übergangszeit oder Epochenschwelle, gemeint ist die Zeit zwischen Früher Neuzeit und Moderne, gemeint ist die Spätzeit der Aufklärung von ungefähr 1750 bis 1850 oder weniger umfassend von 1780 bis 1820. Der Bedeutungswandel ist nach Koselleck so zu verstehen, dass in Verbindung mit einer veränderten historischen Zeiterfahrung, die geschichtliche Entwicklung in neuer Weise als Wandel und Bewegung akzentuiert, auch die Bedeutungen der Leitbegriffe sich von überzeitlich-statischen hin zu zukunftsgerichtet-antizipatorischen Inhalten verschoben hätten. In geschichts- und kulturwissenschaftlichen Arbeiten wird der Begriff „Sattelzeit“ zuweilen auch analog auf andere Perioden gesellschaftlicher und kultureller Umbrüche übertragen.

Israel erlebte damals eine Sattelzeit. Lange Entwicklungen waren zu einem Höhepunkt gekommen, ein langer Weg lag zurück, quasi gezwungenermaßen hielt man inne und musste sich überlegen, wie es anschließend weiter gehen sollte. Mose hatte seine klaren Vorstellungen. Gott muss vorangehen, Gott muss so mitgehen, damit wir sicher schreiten. Gott ist nicht das Prinzip hinter uns, vor dem wir weglaufen oder etwas, was wir selbst je und dann zu aktualisieren hätten, sondern Gott ist der Lebendige, hinter dem wir hergehen, dessen Spuren wir sehen und der Zukunft ermöglicht.

Insofern möge auch diese „Sattelzeit“ „zwischen den Jahren“ für uns die Chance sein, Gott neu wahrzunehmen. Sich an eigenen „goldenen Kälber“ zu klammern, wäre so töricht wie zu meinen, wir könnten das nun zu Ende gehende Jahr festhalten. Gott ist vor uns, schon längst da, wohin wir noch erst kommen werden. Er ist auch schon im neuen Jahr, das bald auch für uns beginnt. Er wird auch dort sein, wo wir ihn nicht sehen können, wo wir vielleicht sogar an ihm verzweifeln, wo wir ihn uns nicht denken können. Gott ist unsere Zukunft, und deshalb kann die Zukunft keine Katastrophe sein, sondern eine Zeit, die durch Gottes Heiligkeit schon gesegnet ist – bis wir eines Tages alle in Gottes Gegenwart ankommen werden.

Ob ich nächstes Jahr vor St. Giovanni auf der Hochebene Rast machen und beten werden? Ja, gewiss, das will ich tun und dann sprechen: Großer, heiliger Gott, bleib bitte nicht gefangen in den uns überkommenen religiösen Formaten und Vorstellungen, sondern lass Dein Angesicht auch mir vorangehen, so daß ich Deiner Herrlichkeit hinterher schauen und nachsinnen kann. Und dann nehme ich voller Zuversicht den weiteren Weg unter meine Füße, freue mich gemeinsam mit meinen Weggenossen wieder auf die Stadt und ihre Menschen und darauf, dort das Leben genießen zu können – und dann freue ich mich sogar darauf, die Zeitung mit den Nachrichten aus aller Welt zu lesen. Wir werden der Herrlichkeit Gottes hinterher schauen. Amen.

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Letzte Änderung: 05.01.2017
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