Bereichsbild
Veranstaltungen

Di, 19.06.2018

18:15 Uhr

Dr. Martin Luther King, Jr.'s Prophetic Witness, Fifty Years Later

Eddie Glaude, William S. Tod Professor of Religion and African American Studies, Princeton University, and James W.C. Pennington Fellow, Heidelberg University Reihe: Baden-Württemberg-Seminar In cooperation with the Heidelberg Center for American Studies (HCA)

Mi, 20.06.2018

07:00 Uhr

Abendmahlsgottesdienst, anschl. Frühstück

Mi, 20.06.2018

17:15 Uhr

Öffentlicher Seminargottesdienst mit Kirchenmusikstudierenden und Theologiestudierenden

Orgel: Carolin Raschke Liturgie & Predigt: Barbara Berckmüller

So, 24.06.2018

10:00 Uhr

Universitätsgottesdienst

Predigt: Prof. Dr. Rainer Albertz Liturgie: Pfarrer Dr. Hans-Georg Ulrichs

Mi, 27.06.2018

07:00 Uhr

Abendmahlsgottesdienst mit anschließendem Frühstück

Alle Termine & Veranstaltungen

Aktuelles

Predigten Sommersemester 2017

23.07.2017: Dekan Prof. Dr. Christoph Strohm über Phil 4,21-23

Liebe Gemeinde, als ich vor vielen Jahren an meiner Habilitationsschrift arbeitete, ging ich eine Zeitlang jeden Tag in die Würzburger Universitätsbibliothek und saß dort von früh bis abends. Während dieser Monate lernte ich in den Kaffee-Pausen Studierende kennen, die dort ebenfalls von früh bis abends ihr Examen vorbereiteten. Die intensivsten Pausengespräche führte ich mit einer Jurastudentin, die sich dort auf das Examen vorbereitete. Weil schnell klar war, dass ich Theologe bin, kreisten die Gespräche bald um Fragen der Religion und die Gottesfrage. Die Studentin brachte mir das Buch des Philosophen, Mathematikers und Nobelpreisträgers Bertrand Russell „Warum ich kein Christ bin“ (1927) mit, ein Klassiker der Religionskritik. Ich versuchte Argumente für den christlichen Glauben zu formulieren. Es gelang aber nur in Ansätzen. Die Ideologieanfälligkeit, insbesondere die Standortgebundenheit der vermeintlich objektiv-neutralen Religionskritik, zu erweisen, war noch einigermaßen leicht möglich. Aber das Zentrum des christlichen Glaubens, dass Gott uns in Gestalt eines Menschen, eines Gekreuzigten, anschaulich, greifbar wird, sich uns zuwendet, konnte ich doch nicht recht begründen.
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16.07.2017: Prof. Dr. Klaus Tanner über Phil 4,10-20

Liebe Gemeinde! Dieser Tage in einer deutschen Großstadt habe ich wieder einmal eine Straßenzeitung gekauft. In Deutschland erschienen die ersten Straßenzeitungen in den 90er Jahren. Sie hießen (und heißen immer noch): „Biss – Bürger in Sozialen Schwierigkeiten“ in München, „Hinz und Kunzt“ in Hamburg oder „motz“ in Berlin. Menschen in sozialer Not, oft Obdachlose, verkaufen diese Zeitungen. Sie sollen aktiv etwas tun, eben verkaufen, mit anderen dabei kommunizieren, ihr Selbstwertgefühl stärken, selbst etwas zur Verbesserung ihrer Situation beitragen. Sie sollen eben nicht nur das Gefühl haben, Almosenempfänger zu sein. In dieser Strategie der Sozialarbeit spiegelt sich etwas Grundsätzliches: Es geht um Freiheit und Abhängigkeit.
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09.07.2017: Prof. Dr. Jörg Neijenhuis über Phil 4,8-9

Liebe Gemeinde! Wir hören zwei Verse aus dem vierten Kapitel des Philipperbriefes, die der Apostel Paulus an die Gemeinde in Philippi geschrieben hat: (8) Was wahrhaftig ist, was ehrbar, was gerecht, was rein, was liebenswert, was einen guten Ruf hat, sei es eine Tugend, sei es ein Lob – das bedenkt! (9) Was ihr gelernt und empfangen und gehört und gesehen habt an mir, das tut; so wird der Gott des Friedens mit euch sein. Auf den ersten Blich scheinen beide Verse in einer selbstverständlichen Abfolge zu stehen: Der erste Satz nennt Lob und Tugend, die zu bedenken sind, der zweite Satz teilt mit, was zu tun ist: nämlich das, was die Philipper von Paulus gelernt und an ihm gesehen haben. Zuerst geht es um das Denken, dann um das Handeln. Das erscheint uns ganz selbstverständlich, auch wir ziehen es vor, lieber zuerst nachzudenken, bevor wir handeln.
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25.06.2017: Prof. Dr. Manfred Oeming über Phil 4,1-7

Liebe Universitätsgemeinde, in diesem Semester lesen und bedenken wir den gesamten Philipperbrief. Heute setzen wir unsere Lektüre mit einem bekannten Aufruf zur Freude im Kapitel 4,1-7 weiter fort: ... Was wir hier gerade gehört haben, ist eine Art „Ansprache“ des Paulus an seine engen Mitarbeiter. Was für ein Kontrast zur Ansprache an seine Gegner in Kap. 3! Mit seinen Kontrahenten kann Paulus ziemlich grob umspringen. Hans Georg Ulrichs hat vor 14 Tagen über Kap. 3 gepredigt; da hatte er schön zu kämpfen und kam – zu Recht - nicht ohne Sachkritik an Paulus aus, wo der doch seine theologischen Widersacher sehr hart anpackt und sie z.B. als „Hunde“ beschimpft. Was für ein milder Ton ist das aber, wenn Paulus zu seinen Freunden spricht.
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18.06.2017: Prof. Dr. Matthias Konradt über Phil 3,17-21

Liebe Gemeinde, Religion ist Opium für das Volk. Statt die Menschen anzuhalten, an der Veränderung und Verbesserung ihrer Lebensumstände hier und jetzt zu arbeiten, vertröstet sie auf ein Jenseits. Diesen Vorwurf der Religionskritik, der heute alles andere als verstummt ist, muss man ernst nehmen, und zwar zum Guten der Religion selbst. Denn es ist ein Schaden für die Religion, wenn sie als bloße Jenseitsvertröstung daherkommt und dem Leben in dieser Welt keinen eigenen Wert beizumessen vermag. Warum hat Gott dann überhaupt dieses Leben gegeben, hier und jetzt auf Erden? Es gibt neben billiger Jenseitsvertröstung allerdings auch den umgekehrten Schaden für die Menschen: eine ungläubige Jenseitsvergessenheit, die Gefahr läuft, zur panischen Vergötzung dieses Lebens zu führen. Davon handelt der heutige Predigttext im Rahmen unserer Predigtreihe zum Philipperbrief des Apostels Paulus. Er steht im dritten Kapitel in den Versen 17 bis 21:
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11.06.2017: Prof. Dr. Johannes Eurich über Phil 3,12-16

Liebe Gemeinde, ein Student aus Korea, der bei uns in Heidelberg studiert, berichtet in einer Arbeit von einer Seminarsitzung in Korea. Die Studenten sind nur halb motiviert, besonders ein Kommilitone sitzt gelangweilt an seinem Tisch. Der Dozent spricht den Kommilitonen an, warum er sich nicht beteiligt. Dieser antwortet: Herr Professor, zeigen sie mir das Ziel meines Lebens, und ich werde mich mit Haut und Haaren dafür einsetzen. Aber ich weiß nicht, wofür ich leben soll. Ich weiß nicht, wofür ich leben soll. Was ist das Ziel des Lebens? Eine große Frage, die wir uns heute schon gar nicht mehr zu stellen wagen, weil es offensichtlich nicht die eine richtige Antwort darauf geben kann.
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04.06.2017: Hochschulpfarrer Dr. Hans-Georg Ulrichs über Phil 3,2-11

Liebe Gemeinde, das Pfingstfest ist in der christlichen Tradition eigentlich das (!) Fest der Freude. Die anderen Feste wurden dies eher im Nachhinein: Das erste gefeierte Fest war Ostern, und Ostern ist nach biblischer Erzählung zunächst auch mit Erschrecken und Nicht-Glauben-Können verbunden. Das erst viel später begangene Fest Weihnachten handelt auch von Armut und Hilflosigkeit, sieht Opfer der Verhältnisse. Pfingsten dagegen reißt die treu zusammen gebliebenen Jesus-Anhänger aus ihren Verstecken und ihrer Lethargie und gibt ihnen einen bis heute wirkenden Kick. Es kommt etwas von außen zu ihnen, es verwandelt sie, sie können neu ins Leben gehen. Gottes Geist greift ein.
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26.05.2017: Prof. Dr. Michael Welker über Phil 2,25-3,1

Ganz unscheinbar, liebe Gemeinde, ist unser heutiger Predigttext. Hätten wir uns nicht vorgenommen, in einer so genannten Lectio Continua in diesem Semester den gesamten Brief des Paulus an die Philipper auszulegen, so wäre unser heutiger Text wohl nie auf die Kanzel und vor unsere Augen und Ohren gekommen. Ein Bote der Philipper, der Paulus eine Gabe, wohl eine Geldgabe, gebracht hatte wird mit einem Dankesbrief zurückgeschickt. Epaphroditus heißt er. Er wird in der Bibel nur zweimal kurz im Philipperbrief erwähnt. Während seines Aufenthalts bei Paulus war er erkrankt, sogar schwer, ja auf den Tod erkrankt. Aber nun ist er wieder gesund und wird an seine Gemeinde zurückgeschickt. Und das soll für uns heute zum Wort des lebendigen Gottes werden!?
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25.05.2017: Prof. Dr. Martin-Chrstian Mautner über Phil 2,12-18

Liebe Gemeinde. Oder soll ich eher sagen: Liebe Kinder? „Konrad, sprach die Frau Mama, ich geh fort und du bleibst da - Sei schön ordentlich und fromm, bis nach Haus' ich wiederkomm'.“ An den Beginn des „Daumenlutschers“ aus dem berühmt-berüchtigten Kinderbuch „Struwwelpeter“ fühlte ich mich erinnert beim Lesen unseres Briefabschnitts, den wir heute gemeinsam bedenken dürfen. Was Paulus da den Christinnen und Christen in Philippi und uns schreibt, klingt ähnlich den Mahnungen der Mutter Konrads: Seid schön ordentlich und fromm... Hübsch brav sein also! Ohne Tadel und lauter, ohne Makel – und das Ganze auch noch gerne und freiwillig, ohne Murren und ohne Zweifel...
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21.05.2017: Prof. Dr. Martin Hailer über Phil 2,1-11

Liebe Gemeinde, in welcher Gesellschaft wollen wir leben? Die Frage ist leicht gestellt – und schwer zu beantworten. Denn man muss sofort fragen, wer sie eigentlich stellt. Und da stelle ich erst einmal fest: In diesem Raum ist es die Frage eines Privilegierten an Privilegierte. Die meisten von uns hier haben das Privileg, zu studieren, einmal studiert zu haben oder es immer noch zu tun und dafür sogar bezahlt zu werden. Und da sagt es sich viel zu leicht: Na klar, in unserer jetzigen Gesellschaft will ich leben. Aber: Man muss nicht weit fahren, um andere, deutlich weniger privilegierte Milieus zu sehen. Am Boxberg, in Mannheim-Hochstätt und anderswo, Und schon gilt die Antwort nicht mehr so ohne weiteres: In unserer jetzigen Gesellschaft will ich leben. Denn eigentlich gemeint ist: An meinem jetzigen Platz, mit meinen Privilegien will ich sein. Aber das ist etwas anderes.
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14.05.2017: Prof. Dr. Fritz Lienhard über Phil 1,27-30

Brüder und Schwestern, gestehen wir es uns ganz ehrlich, falls es noch nicht passiert ist: Paulus ist uns fremd. Und je genauer wir ihn betrachten, indem wir uns von den Exegeten belehren lassen, je mehr werden wir zu dieser Feststellung gezwungen. Das mag wohl an unserer Sünde liegen, aber dadurch entstehen auch kritische Fragen an den Apostel, die wohl zurecht bestehen. Zunächst: ist Paulus Masochist? Er schreibt: »Denn euch ist es gegeben um Christi willen, nicht allein an ihn zu glauben, sondern auch um seinetwillen zu leiden«. Das Wort „gegeben“ hat die gleiche Wurzel wie „Gnade“; Uns soll es wie eine Gnade gegeben sein zu leiden. Etwas vorher spricht er davon, dass er sich auf das Sterben freut. Und unter seiner Feder lassen sich auch Stilblüten finden wie »ich habe gefallen an meinen Leiden«. Ist das nicht krankhaft?
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07.05.2017: PD Dr. Dorothea Erbele-Küster über Phil 1,12-26

Liebe Gemeinde! Was ein Leben! Es gibt diese Momente, in denen wir innehalten und darüber nachdenken, was Leben ist. Was bedeutet mir mein Leben? Es sind zumeist die herausgehobenen Situationen, Krisen oder Glücksmomente, die uns dazu veranlassen. Der heutige Predigttext wägt ab zwischen Leben und Loslassen des Lebens. Die Überlegungen finden im Gefängnis statt. Paulus wartet auf den Ausgang seines Gerichtsverfahrens: das Todesurteil droht ihm. Er kann nicht anders als dabei über den Körper, seine Freuden und Leiden, zu sprechen. Der Körper in der Krise wird von Paulus als Ort des Handelns Gottes gesehen. Daher fallen Leben und Christus für ihn zusammen, wie wir noch sehen werden.
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30.04.2017: Dr. Friederike Schücking-Jungblut über Phil 1,7-11

Gnade sei mit euch und Frieden von Gott, unserem Vater, und unserem Herrn Jesus Christus! Mit diesem Gruß, der am Anfang einiger Paulusbriefe und so auch am Anfang des Philipperbriefs zu finden ist, grüße ich Sie und euch heute Morgen von hier oben. Der heutige Predigttext, der zweite in unserer Reihe zum Philipperbrief, veranlasst mich dazu, einmal über eine scheinbare Selbstverständlichkeit nachzudenken: die Frage, wie ich Sie und euch anrede. „Sehr geehrte Damen und Herren“ wäre natürlich eine Möglichkeit. Vielleicht noch ein „liebe Kinder“ hinterher. Diese Anrede übergeht all die Verschiedenheiten, die sich mit Anreden auch ausdrücken ließen. Sie deutet eine höfliche Distanz an und ist eigentlich immer passend, vor allem dann, wenn ich nicht genau weiß, an wen ich mich richte. Und genau deswegen ist sie hier unpassend. Denn ich weiß ja, wer hier sitzt und mir gespannt, vielleicht etwas gelangweilt – besser aber erwartungsvoll entgegenblickt. Menschen, deren Namen ich kenne und häufig nenne. Andere, deren Gesichter mir vertraut sind, obwohl wir vielleicht noch nie ein Wort gewechselt haben. Sie, die wir uns noch nie begegnet sind. Viele Akademiker, Professorinnen, Dozenten, Studierende – und heute Morgen vielleicht auch der ein oder andere Sportsfreund. Ich weiß, wer mir hier gegenübersitzt. Und so nun – etwas vorgreifend, wenig überraschend, aber sehr bewusst: Liebe Gemeinde!
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23.04.2017: Universitätsprediger Prof. Dr. Helmut Schwier über Phil 1,1-6; Apg 16,11-15

Liebe Gemeinde, in diesem Sommersemester schickt der Apostel Paulus seinen Philipperbrief an uns. Den gesamten Brief werden wir in den 14 Predigten des Semesters abschnittsweise hören und auslegen. „Lectio continua“ heißt das in der liturgischen Tradition, also: fortlaufende Bibellesung. Und wer die unter der Woche zu Hause nicht hinbekommt, der soll am besten aus dem Alltagsstress fortlaufen und sonntags hier die Bibel lesen und hören. Und so fängt der Brief an:
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Letzte Änderung: 03.04.2017
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