Bereichsbild
Veranstaltungen

Di, 19.06.2018

18:15 Uhr

Dr. Martin Luther King, Jr.'s Prophetic Witness, Fifty Years Later

Eddie Glaude, William S. Tod Professor of Religion and African American Studies, Princeton University, and James W.C. Pennington Fellow, Heidelberg University Reihe: Baden-Württemberg-Seminar In cooperation with the Heidelberg Center for American Studies (HCA)

Mi, 20.06.2018

07:00 Uhr

Abendmahlsgottesdienst, anschl. Frühstück

Mi, 20.06.2018

17:15 Uhr

Öffentlicher Seminargottesdienst mit Kirchenmusikstudierenden und Theologiestudierenden

Orgel: Carolin Raschke Liturgie & Predigt: Barbara Berckmüller

So, 24.06.2018

10:00 Uhr

Universitätsgottesdienst

Predigt: Prof. Dr. Rainer Albertz Liturgie: Pfarrer Dr. Hans-Georg Ulrichs

Mi, 27.06.2018

07:00 Uhr

Abendmahlsgottesdienst mit anschließendem Frühstück

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Aktuelles

Predigten Wintersemesterferien 2015

12.04.2015: Prof. Dr. Adolf Martin Ritter über Gen 32,23-32

Liebe Gemeinde. Manche von Ihnen haben gewiss schon einmal die katholische St. Ste­phanus­kirche im na­hegelegenen Mainz besucht; wenn nicht, dann sollten Sie das bei näch­ster sich bietender Gelegenheit nachholen. Den Chor die­ses Mainzer Got­­teshauses schmücken eindrucksvolle Fenster von Marc Chagall und lassen den Besuch zu einem unvergesslichen Erleb­nis wer­den. In vielfältigen Blau­tönen durchdringt der ve­r­söhn­liche Blick des Künstlers die jü­disch-christ­liche Bild­welt. Im Zentrum ist der schla­fende Jakob zu erkennen, über ihm Mose, rechts neben ihm der Gekreuzigte, darunter David, dann Isaaks Opferung, David und Bathseba, die wahrlich Vergebungsbedürftigen, und links oberhalb eine mehr­deu­tige Verkündi­gungs­sze­ne, die man sowohl auf Sara, die Mutter Isaaks, als auch auf Maria, die Mutter Jesu, beziehen kann. Jakob träumt also die jüdisch-christliche Heils­ge­schichte; er ist von den Konsequenzen der Ver­heis­sungen Gottes an Israel förmlich um­stellt.
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03.04.2015: Dr. Heike Springhart über Joh 19,16-30

Liebe Gemeinde, das Unvorstellbare, das Unfassbare lässt sich nicht in einem Bild erfassen. Sehr verschiedene Bilder und Szenen erzählen je für sich einen wesentlichen Teil der Geschichte. Und es ist nicht nur die Neugier, die uns nach immer neuen Bildern jagen lässt. Seit über einer Woche täglich die Bilder der Felswand in den Alpen mit den zerschellten Flugzeugteilen. Das Bild vom zerbeulten Flugschreiber. Erst der eine, jetzt auch der zweite. Die Rettungskräfte auf der Suche nach dem, was von den Passagieren der Germanwings-Maschine übriggeblieben ist. Flaggen der Solidarität an der eilig eingerichteten Gedenkstätte in Seyne-les-Alpes. Kerzen vor der Schule in Haltern. Fassungslose Passagiere an den Flughäfen in Frankfurt und Düsseldorf. Hinter diesen Bildern sind die Tragödien zu ahnen. Die eigentlichen Bilder der Katastrophe verbieten sich und zeigen sich nur denen, die unmittelbar am Ort des Geschehens sind: die Teile der Leichen der Opfer. Die Tränen und die Verzweiflung der Angehörigen. Die Helfer in den Notunterkünften in Seyne-les-Alpes.
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15.03.2015: PD Dr. Jantine Nierop über Joh 6,47-51

Liebe Gemeinde, das Christentum hat der Welt eine Lebensbrotrede geschenkt – so nennen viele Ausleger den Abschnitt Joh 6,30-59. Dieses Geschenk ist eine Gabe, aber auch eine Verpflichtung, und zwar eine Verpflichtung im Bereich der Ethik des alltäglichen Lebens. Das will ich mit einer kleinen, persönlichen Geschichte erklären. Vor ein paar Jahren fuhr ich nach Düsseldorf, um beim Niederländischen Konsulat einen neuen Reisepass zu beantragen. Im Konsulat gab es ein kleines Photohäuschen, wo man digital gesteuert selbst Passbilder machen lassen konnte. Der Computer war eingestellt auf die neuesten Anforderungen an Reisepassbilder. Sie setzen auf biometrische Erkennungsmerkmale, weil das sicherer sein soll. „Halten Sie ihren Mund geschlossen. Schauen Sie neutral“, sagte der Computer. „Lachen Sie nicht!“
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22.03.2015: Prof. Dr. Michael Plathow über Lk 22,54-62

1. Die Wahrheit sagen - die Wahrheit verleugnen. Liebe Gemeinde am Sonntag “Judica“, zwischenmenschliche Auseinandersetzungen, politische oder kriminalistische Untersuchungsausschüsse, gar Verhöre in Extremsituationen zeigen die Problematiken und Dilemmata dieser Gegenüberstellung, Entgegensetzung oder Entsprechung. J. Kant hat bekanntlich die Wahrhaftigkeit zum Prinzip erklärt: pflichtgemäß müsse ich “auch dem in mein Haus eingedrungenen Mörder seine Frage, ob mein Freund, den er verfolgt, sich in mein Haus geflüchtet hat, ehrlicherweise bejahen” (I. Kant, Über ein vermeidliches Recht aus Menschenliebe zu lügen (1797), in: Werke IV, 639). “Verantwortungslos”, “zynisch” urteilt D. Bonhoeffer. Vielmehr gehören wahrheits- und wirklichkeitsgemäß zusammen im “verantwortlichen Leben”, d. h. in meinen Beziehungen zum “konkreten anderen Menschen”. In der “konkreten Wirklichkeit” mit ihren Verstrickungen, mit ihren Ohnmachtserfahrungen geht es um die Gewissensentscheidung vor Gott, die um des Nächsten willen auch Schuld auf sich läd (D. Bonhoeffer, Ethik, in: DBW 4, 280ff;ders., Was heißt die Wahrheit sagen?, in: DBW 6, 619ff).
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01.03.2015: Pfarrer Dr. Martin-Christian Mautner über Joh 3,14-21

Gnade sei mit euch und Friede von Gott unserem Vater und dem Herrn Jesus Christus. Guter Gott, du beschenkst uns mit deinem Wort. Wir bitten dich: Gib uns rechtes Reden und rechtes Hören. Amen Liebe Gemeinde. Die Frage ist gestellt. Drei mögliche Antworten sind benannt – Nummer eins, zwei oder drei. Im Fernsehstudio steigt die Spannung. Die Kinder springen zwischen drei in raschem Wechsel beleuchteten Feldern hin und her. „Eins, zwei oder drei... Du musst dich entscheiden. Drei Felder sind frei. Ob du Recht hast oder nicht, zeigt dir gleich das Licht.“ Kurze Zeit später bleibt ein Fußbodenfeld erleuchtet, die dort stehenden Kinder recken freudig die Arme in die Höhe. Sie haben sich richtig entschieden. Die anderen Felder liegen im Dunkel.
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15.02.2015: Prof. Dr. Gerd Theißen über Amos 5,21-24

„Ich hasse eure Feste, ich verabscheue sie und kann eure Feiern nicht riechen. Wenn ihr mir Brandopfer darbringt, ich habe keinen Gefallen an euren Gaben, und eure fetten Heilsopfer will ich nicht sehen. Weg mit dem Lärm deiner Lieder! Dein Harfenspiel will ich nicht hören. Sondern das Recht ströme wie Wasser, die Gerechtigkeit wie ein nie versagender Bach.“ Amos 5,21-24 (Einheitsübersetzung) Nur der Mensch kann Nein sagen. Manchmal tut das sehr weh: Keiner kann sich sein Leben selbst gegeben, doch jeder kann NEIN zu ihm sagen und es zerstören. Diese Asymmetrie wiederholt sich im Zusammenleben. Wenige Menschen können viel zerstören, Aufbauen braucht Zeit. Militär kann blitzschnell die Landkarte verändern, aber schafft es in Jahren nicht, Frieden zu sichern. Wir sind im Negativen effektiver als im Positiven. Darin liegt die Versuchung zur Gewalt. Wir erleben das in der Ukraine, im Nahen Osten und an vielen Orten.
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08.03.2015: Carolin Stalter über Jer 20,7-13

Der junge Mann fährt sich mit seiner Hand immer wieder nervös über die Haare. Vor ihm auf dem Tisch steht ein Computer – die Regale sind vollgestopft mit Büchern, auf dem Fußboden liegen vereinzelte Zeitschriften und Stapel mit Kopien. Am Bildschirm verfolgt der junge Mann die Meldungen der Nachrichtenportale. Um ihn herum scheint die Welt in Flammen zu stehen. Die Friedensvereinbarung von Minsk wird nicht eingehalten. Aus den betroffenen Gebieten der Ostukraine werden immer noch Kämpfe gemeldet. Die Menschen leben in Schrecken und Armut. Viele trauern um gefallene Freunde und Familienmitglieder. Im Irak werden nicht nur Kulturgüter von unschätzbarem Wert unwiederbringlich zerstört, sondern sogar wehrlose Menschen entführt – noch ist ihr Schicksal ungewiss, aber die Ereignisse der vergangenen Wochen und Monate haben gezeigt, dass ein Überleben von IS Gefangenen selten ist. Angst regiert das Leben aller, die nicht beim Islamischen Staat mitmachen wollen. Auch in Afrika terrorisieren Boko-Haram-Kämpfer die Bevölkerung, entführen Kinder. Dabei ist das Leben auch ohne diesen Terror in vielen afrikanischen Ländern schon hart genug.
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29.03.2015: Dr. Doris Hiller über Jes 50,4-9

Liebe Gemeinde, die Frage stellt sich gar nicht mehr. Wie soll ich dich empfangen? Sie haben gar nichts mehr zu erwarten. Sie sind ausgeliefert. Flüchtlinge, zur Flucht Gezwungene, Ausgegrenzte, außerhalb ihrer eigenen Grenzen wissen sie nicht, wie sie sich bewegen sollen. Also sitzen sie, dort am Fluss, an den Wassern Babylons, jenem großen Tränenstrom, irgendwo zwischen dem heutigen Irak und Syrien, irgendwo im Niemandsland. Wo niemand ist, wo man selbst ein Niemand ist, wartet es sich vergeblich auf jemanden, den es zu empfangen gilt. Wenn doch einer von Hoffnung spricht, wird er bestenfalls müde belächelt. Und wenn er seine Zunge nicht im Zaum hält, dann auch mehr: Gewalt, Spott und Schande. Wie er heißt, wissen wir nicht. Aber er tritt vollmundig auf. Was ihm auf der Zunge liegt, lesen wir im Jesajabuch (Jes 50,4-9):
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22.02.2015: Ann-Kathrin Knittel über Hebr 4,14-16

Liebe Gemeinde, was wäre wenn? Was wäre, wenn „die Würde des Menschen ist unantastbar“ tatsächlich heißen würde, dass allen Menschen in unserem Land ein würdevolles Leben ermöglicht würde? Was wäre, wenn das Ziel internationaler Politik tatsächlich der Schutz der Schwachen und nicht die Erhaltung wirtschaftlicher Zugriffsbereiche wäre? Was wäre, wenn das größte Anliegen der Kirche das Bezeugen der Liebe Gottes und nicht die Aufrechterhaltung eines Status und Verwaltungsapparates wäre? Was wäre, wenn wir Bettelnden, Prostituierten, Schwerkranken wirklich in die Augen schauen könnten, ohne schnell den Blick zu senken und uns irgendwie beschämt zu fühlen…. Was, wenn es einen gäbe, der ganz auf unserer Seite und ganz auf der Seite Gottes steht? Einen wirklichen Mittler zwischen Gott und Menschen wäre? Ein wirklich großer Hohepriester?
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08.02.2015: Prof. Dr. Johannes Ehmann über 2 Kor 12,1-8

Liebe Gemeinde, der heutige Predigttext aus 2 Kor ist in seiner Langfassung viel zu lang, als dass man ihn behalten könnte, – und in seiner Kurzfassung viel zu kurz, als dass man ihn verstehen könnte. Deshalb haben wir ihn vorhin schon einmal als 1. Lesung gehört. Ich will dasselbe nochmal in einer eigenen Paraphrase vortragen – in vielleicht anstößigen Worten. Ich, Paulus, sage euch: Haltet mich nicht für einen Idioten, und wenn doch, dann für einen, der weiß, was er geleistet hat. Mit Gott hat das aber nichts mehr zu tun, vielmehr ist es Schwachsinn, dass ich mich überhaupt auf eine solche Diskussion einlasse. Aber weil viele damit angeben, was sie im Glauben alles körperlich durchlitten haben, da tu ich‘s eben auch. Denn solche Erfolgsgeschichtchen hört ihr ja so gern, ihr Klugscheißer! Wenn euch jemand unterdrückt, wenn auch jemand ausnimmt, wenn euch jemand einsperrt, wenn euch jemand demütigt, wenn euch jemand eine knallt, dann tut ihr so, als stecktet ihr das einfach weg im Glauben und tut so, als wäret ihr stark. Ihr Glaubens-Muskelprotze!
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Letzte Änderung: 29.02.2016
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