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Doktorandin und Wissenschaftliche Hilfskraft Viktoria Dinkelaker

(Mag. Theol.)

Promotionsprojekt: „Seelsorge für und mit Familien“

"Das Forschungsvorhaben beschäftigt sich mit der Frage, was seelsorgliche Begegnungen im Alltag sozialraumorientierter Begegnungsorte ausmacht. Die Frage nach der Qualität seelsorglicher Alltagsbegegnungen wird verbunden mit Familien als konkreter Zielgruppe: Was erleben Familien als seelsorglich – und welche konkreten Seelsorgepraktiken erleben sie als hilfreich? Damit steht das Forschungsanliegen in engem Bezug zu aktuellen Interessensschwerpunkten in Forschung und kirchlicher Praxis: Die Orientierung an Familien greift den Wunsch der Kirche auf, familienfreundlicher zu werden sowie das Interesse der Seelsorgeforschung an Themen rund um Familien, den Wandel von Familienbildern, Geschlechterrollen und -normen, Care-Arbeit u.v.m. Erhebungskontext ist die Schnittstelle von Kirchengemeinde und Sozialraum am Beispiel von Caféarbeit. Somit wird der Entwicklung in Praxis und Theorie Rechnung getragen, die Kirche als wichtige Größe im Sozialraum zu verstehen. Es sollen empirische Eindrücke dazu gewonnen werden, auf welche Art sich Seelsorge bei kirchlichen sozialraumbezogenen Angeboten ereignet. Daraus können Impulse für die künftige Gestaltung von solchen Angeboten gewonnen werden.
Zugleich treibt das Projekt die Forschung zu grundlegenden Fragen der Seelsorgetheorie voran: Was macht eigentlich eine Begegnung zu einer seelsorglichen, und woran lässt sich das erkennen? Was macht eine Gemeinschaft zu einer „caring community“, d.h. zu einer Gemeinschaft, in der für- und miteinander Sorge getragen wird? Die Antwort auf diese Fragen kann sehr unterschiedlich ausfallen und ist notwendig perspektivgebunden. Ansatzpunkt des Projektes ist es darum, die Projektbeteiligten sowie die Adressat:innen von Seelsorge selbst zu Wort kommen zu lassen. Es wird eine qualitative empirische Studie mit partizipativen Elementen angefertigt, indem u.a. interaktive Workshops mit Familien durchgeführt werden. Das soll neue Perspektiven für die theoretische Beschreibung von Seelsorgebegegnungen eröffnen. Und es soll zugleich einen Raum schaffen, in dem Familien gemeinsam mit anderen Beteiligten der kirchlichen Projekte vor Ort und mit Forschenden reflektieren können, wie Kirche in konkreten regionalen Kontexten als sorgende Gemeinde gestaltet werden kann."

Forschungsinteressen: Wandel von Familien-, Geschlechter- und Sorgebeziehungen; (kirchliche) Caring Commuities; Seelsorge und Sozialraumorientierung 

Publikationen:

- Dinkelaker, Viktoria: "Worüber wir in der Theologie zu wenig reden", feinschwarz.net vom 10. Juli 2023. 

- Dinkelaker, Viktoria: "Wer sorgt für Familien? Seelsorge zwischen Fürsorgegemeinschaft, Kirche und Gesellschaft", Who cares? Familien- und Sorgebeziehungen im Wandel, Forschungsblog im Rahmen eines interdisziplinären Forschungsprojekts, das von Prof. Dr. Katja Patzel-Mattern (Professur für Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Universität Heidelberg) geleitet wird (Veröffentlichung geplant für 06/2026). 

 

 

E-Mail: viktoriadinkelaker@web.de